Traber-Unglück Rost soll Absturz verursacht haben

Noch muss der TÜV das kaputte Rohr untersuchen, von dem der Hochseilartist Johann Traber Jun. am Wochenende in die Tiefe stürzte. Doch schon jetzt deutet alles auf einen Materialfehler hin.


Hamburg - Das Rohr, auf dem der 22-Jährige seine Kunststücke vorführte, sei von innen verrostet gewesen, teilte die Polizei mit. Endgültige Gewissheit werde aber erst eine Untersuchung durch den TÜV bringen. Deren Ergebnisse sollen in einigen Tagen oder Wochen vorliegen.

Laut der Familie befand sich in dem gebrochenen Mast ein weiteres Rohr - zur Verstärkung. Am Ende der "zusätzlichen Sicherung" brach der Mast jedoch, weil sich dort Rost gebildet hatte, sagte Johann Traber Senior. Der Vater des Artisten mache niemandem einen Vorwurf, der Fehler sei nicht zu erkennen gewesen.

Johann Traber junior war bei einem Straßenfest auf einem rund 30 Meter hohen Mast verunglückt, als dessen Spitze abknickte. Der junge Mann wurde gegen den Mast geschleudert und blieb schwer verletzt in 25 Metern Höhe an einem Sicherheitsseil hängen. Der Artist schwebe weiter in Lebensgefahr, doch habe sich sein Zustand etwas verbessert. Am kommenden Wochenende würden ihn die Ärzte vermutlich aus dem künstlichen Koma holen können, hieß es.

aki/dpa



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