Transparenzpreis "Ärzte ohne Grenzen" ausgezeichnet

Die Deutschen gehören zu den großzügigsten Spendern bei internationalen Hilfseinsätzen. Weil häufig unklar bleibt, wohin das Geld fließt, hat ein Unternehmen einen Preis für die Organisationen mit der größten Transparenz ins Leben gerufen. Sieger wurden die "Ärzte ohne Grenzen".

Hamburg - Die Bundesbürger spenden jährlich zwischen zwei und 2,5 Milliarden Euro an mehr als 2000 überregional tätige Spendenorganisationen. Bezieht man gemeinnützige Zwecke wie Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz, Kultur und Sport in die Berechnung ein, steigt die Gesamtsumme auf bis zu vier Milliarden Euro.

Häufig wissen die Spender jedoch nicht, für welche Zwecke ihr Geld eingesetzt wird, es gibt bisher für die Offenlegung der Zahlen in Deutschland keine verbindlichen Standards. Aus diesem Grund hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers einen Transparenzpreis ins Leben gerufen.

Ausgezeichnet werden diejenigen Organisationen, die "informativ und qualitativ hochwertig" über ihre Projekte und die Verwendung der Gelder berichten. Die Jury hat sich bei der Bewertung auf die 50 größten Organisationen - gemessen am Spendenaufkommen - beschränkt.

Die Entscheidung sei knapp ausgefallen, dennoch habe man sich einvernehmlich auf "Ärzte ohne Grenzen" als Sieger geeinigt. Auf Platz zwei landetete die "Deutsche Welthungerhilfe", gefolgt von der "Bischöflichen Aktion Adveniat". Die Auszeichnung ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Künftig soll die Berichterstattung der Spendenorganisationen jährlich überprüft werden.

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