Traurige Gewissheit Ulrike seit zwei Wochen tot

Bei dem nahe Eberswald gefundenen Leichnam handelt es sich um die vermisste 12-jährige Ulrike. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag bestätigten die Ermittler: Das Mädchen wurde vor rund zwei Wochen sexuell missbraucht und anschließend getötet.


Ulrike
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Potsdam/Eberswalde - Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich eindeutig um eine Sexualstraftat, die von einem oder mehreren Tätern ausgeübt wurde. Es stehe absolut außer Zweifel, dass das Mädchen noch zu Lebzeiten missbraucht worden sei. Auf Grundlage neuer Zeugenaussagen fertigten die Ermittler eine Phantomzeichnung des mutmaßlichen Täters an.

Ein Spaziergänger hatte die Leiche in einem einsamen Waldstück nahe des Flugplatzes Werneuchen (Kreis Barnim) - rund 30 Kilometer von Ulrikes Wohnort entfernt - entdeckt, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Nach Angaben des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB) hatten Anwohner vor einigen Tagen nahe dem Fundort Schreie gehört. Die Polizei sei angerückt, habe aber keine Hinweise auf Ulrike entdeckt. Die Polizei bestätigte diese Darstellung nicht. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass ein anonymer Anrufer den Ermittlern vor einigen Tagen gesagt habe: "Sucht mal am Flugplatz in Werneuchen." Die Polizei bestätigte diese Angaben am Freitagmorgen nicht. Nach bisher ebenfalls unbestätigten Informationen soll die Leiche zumindest teilweise verbrannt, und eine Identifizierung deshalb sehr schwierig sein.

Das Kind war am 22. Februar auf dem Weg zum Sporttraining spurlos verschwunden. Seitdem hatte bei einem der größten Einsätze in der Geschichte der brandenburgischen Polizei täglich ein Großaufgebot von mehreren hundert Polizisten, Grenzschützern und anderen Helfern nach dem Mädchen gesucht. Auch Tornados der Bundeswehr kamen zum Einsatz.

Auch am Donnerstag hatten Polizisten im Umfeld von Eberswalde noch nach Ulrike gesucht
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Auch am Donnerstag hatten Polizisten im Umfeld von Eberswalde noch nach Ulrike gesucht

Entgegen bisherigen Erkenntnissen wird nach Angaben Schönbohms angenommen, dass mehrere Menschen an der Tat beteiligt gewesen sein könnten. Die Polizei war zuerst davon ausgegangen, dass nur ein Mann das Mädchen nach einem Unfall in Panik mitgenommen haben könnte. An der Theorie des Unfalls werde festgehalten, sagte Schönbohm.

Zum Verdacht auf eine Entführung Ulrikes hatte ein Eberswalder Polizeisprecher gesagt, es habe in den vergangenen 14 Tagen keinen Versuch eines möglichen Entführers gegeben, mit den Eltern oder der Polizei Kontakt aufzunehmen.



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