Trauriger Boris Karl-Heinz Becker gestorben

Nach langer Krankheit starb der 63jährige Karl-Heinz Becker am Dienstag morgen in einer Heidelberger Spezialklinik. Boris Becker reiste sofort nach Leimen und unterbrach die Teilnahme am Super-9-Turnier in Monte Carlo. "Ich muß und will in dieser schwierigen Situation meiner Familie nahe sein. Vor allem meine Mutter braucht mich jetzt", sagte der Tennisstar.


Formel-1-Ausflug: Karl-Heinz und Boris Becker 1998 in Hockenheim
DPA

Formel-1-Ausflug: Karl-Heinz und Boris Becker 1998 in Hockenheim

Monte Carlo/Leimen - Erst im Herbst 1997 wurde der seltene Bauchfellkrebs bei Karl-Heinz Becker entdeckt. Nur 20 bis 30 Fälle sind in Deutschland bekannt. Bisher ist diese Krebsart nicht heilbar. "Mein Mann ist sehr, sehr schwach. Er wird auch nicht mehr gesund", hatte die 59jährige Elvira Becker schon vor einigen Tagen gesagt.

Karl-Heinz und Elvira Becker gehörten zu den untypischen Tennis-Eltern. Auf der Tribüne drückten sie Boris Becker die Daumen. Außerhalb des Platzes mieden sie jedoch den Tenniszirkus und sonnten sich nicht im Erfolg ihres Sohnes.

Im Sommer wäre Karl-Heinz Becker zum drittenmal Großvater geworden. Schwiegertochter Barbara erwartet ihr zweites Kind. Boris Becker sagte in einer ersten Stellungnahme: "Ich bin sehr, sehr traurig. Ich habe meinen Vater verehrt und habe ihm viel zu verdanken". Die Beerdigung ist für Freitag angesetzt.



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