Nahe der bayerischen Grenze Tote und Verletzte bei schwerer Zugkollision in Tschechien

Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge sind in Tschechien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt.
Kollidierte Züge nahe dem Dorf Milavce in Tschechien

Kollidierte Züge nahe dem Dorf Milavce in Tschechien

Foto: Chaloupka Miroslav / AP

In Tschechien sind am Mittwochmorgen zwei Personenzüge zusammengestoßen. Laut ersten Informationen der Polizei gibt es mindestens zwei Tote. Sieben Personen schwebten in Lebensgefahr und 31 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die tschechische Nachrichtenagentur CTK.

Der Unfall ereignete sich laut Angaben der Polizei nahe dem Dorf Milavce im Südwesten des Landes unweit der Grenze zu Bayern.

An der Kollision beteiligt waren ein tschechischer Regionalzug sowie ein von der deutschen Länderbahn betriebener alex-Zug.  Der tschechische Zug verkehrte auf der Strecke Pilsen – Domazlice, der deutsche zwischen München und Prag.

Die Länderbahn hat deutsche und tschechische Notfallmanager zur Unfallstelle entsandt. Telefonisch war das Unternehmen am Mittwochvormittag nicht erreichbar.

»Die Situation ist ernst, ich bin auf dem Weg zum Unglücksort«, teilte der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek mit. Der Expresszug München-Prag habe nach ersten Erkenntnissen bei Domazlice (Taus) nahe der deutschen Grenze ein Haltesignal überfahren. Er sei dann mit dem Nahverkehrszug, einem sogenannten RegioShark, kollidiert. Letzterer verkehrt auf der Strecke Pilsen (Plzen)-Domazlice.

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Dutzende Rettungskräfte und vier Hubschrauber waren vor Ort im Einsatz, um die verletzten Menschen zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Auch aus Deutschland kam Hilfe.

Auf tschechischen Eisenbahnstrecken kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Sicherheitstechnik gilt vielerorts als veraltet. Die Regierung hat ein Modernisierungsprogramm auf den Weg gebracht. Erst vor einem Jahr waren im Erzgebirge nahe der deutschen Grenze zwei Züge frontal zusammengestoßen. Dabei waren zwei Menschen gestorben, darunter ein Deutscher.

kha/ala/dpa
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