Unglück nahe Prag Schwere Unwetter in Tschechien – Schnellzug prallt gegen Felsen

Starker Regen hat in der Nähe der tschechischen Burg Karlstein ein Zugunglück ausgelöst: Die Lokomotive und ein Waggon entgleisten nach einer Kollision, es gibt mehrere Verletzte.
Cesky Krumlov in Tschechien (Archivbild): Unglück an durchnässter Böschung

Cesky Krumlov in Tschechien (Archivbild): Unglück an durchnässter Böschung

Foto: SKATA / IMAGO

In Tschechien ist ein Schnellzug infolge heftiger Regenfälle und Gewitter verunglückt. Bei der Burg Karlstein in der Nähe von Prag rammte der Zug einen Felsbrocken, der an der durchnässten Böschung abgerutscht war. Die Lokomotive und der erste Waggon entgleisten. Fünf Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte leicht verletzt.

In dem Zug befanden sich offiziellen Angaben zufolge etwa 150 Passagiere. Da in der Gegend weitere Hangabrutsche drohen, wurde die Strecke vorläufig gesperrt.

In großen Teilen Tschechiens gab es zum Teil heftige Unwetter: An einigen Orten traten auch Bäche und kleine Flüsse über die Ufer. Im südböhmischen Cesky Krumlov etwa überschwemmte der Bach Polecnice, ein Zufluss der Moldau, die Häuser einer Straße.

Landesweit rückten die Feuerwehren zu Hunderten Einsätzen aus, um Keller leer zu pumpen und umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. An mehreren Orten wurden Autos und Dächer durch Hagel beschädigt. Entwarnung gibt es noch nicht: Der staatliche Wetterdienst kündigte weitere Unwetter an.

Auch im benachbarten Österreich, wo Erdrutsche in den vergangenen Tagen ein Todesopfer forderten und hohe Sachschäden verursachten, ist die Lage weiter kritisch. Sturm und starker Regen hätten seit Mittwochabend in Oberösterreich Schäden angerichtet, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf örtliche Behörden. In der Gemeinde Freistadt wurden demnach mehrere Dächer abgedeckt, verletzt wurde demzufolge niemand.

Derzeit seien in den besonders stark betroffenen Gemeinden Treffen und Arriach 200 Feuerwehrleute und 40 Fahrzeuge im Einsatz, sagte ein Feuerwehrsprecher laut APA. Im Mittelpunkt ihres Einsatzes stehe derzeit die Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur und die Versorgung von in ihren Häusern festsitzenden Einwohnern. Auch etwa 100 Soldaten beteiligen sich an dem Einsatz in dem Katastrophengebiet.

mxw/dpa/AFP
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