Entwarnung in der Ukraine Brände in Tschernobyl sind gelöscht

"Ich danke für die schwere geleistete Arbeit": Der ukrainische Präsident Selenskyj hat bestätigt, dass die Brände in der radioaktiv belasteten Sperrzone um Tschernobyl nach mehr als vier Wochen gelöscht wurden.
Als der Wald in der Sperrzone brannte, stiegen Rauchschwaden auf

Als der Wald in der Sperrzone brannte, stiegen Rauchschwaden auf

Foto: Yaroslav Yemelianenko/ dpa

Nach mehr als einem Monat sind die Brände um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine komplett gelöscht. Das bestätigte Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. "Ich danke für die schwere geleistete Arbeit", sagte er in einem Video zu den Einsatzkräften.

Die Feuerwehrleute haben seit vergangener Woche die gelöschten Brandflächen in der Sperrzone überwacht. Es kamen keine neuen Glutnester hinzu. Zuvor hatten Einsatzkräfte mehrmals von Löscherfolgen berichtet. Starker Wind fachte die Glutnester jedoch immer wieder an.

Den Behörden zufolge hatten sich die Anfang April ausgebrochenen Feuer in dem radioaktiv belasteten Gebiet auf mehr als 11.500 Hektar ausgebreitet. Umweltschützer der Organisation Greenpeace schätzten die Fläche auf mehr als das Vierfache. Als Ursache wird wie bei Bränden in den Vorjahren Brandstiftung vermutet.

Nach der Explosion des Blocks vier im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl im April 1986 wurden verstrahlte Landstriche um die Ruine gesperrt. Infolge der größten Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft gab es Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende wurden zwangsumgesiedelt.

bam/dpa

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