Hawaii Tausende Einwohner flüchten nach Tsunami-Warnung

Ein schweres Erdbeben im Pazifik hat einen Tsunami ausgelöst. Eine erste Welle erreichte bereits die US-Küste, auf Hawaii warnen die Behörden vor einer Höhe von ein bis zwei Metern. Honolulus Bürgermeister sprach von einer "sehr, sehr gefährlichen" Situation.

Einkauf von Vorräten: Auf Hawaii versorgten sich viele mit dem Nötigsten - und Chips
AP

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Honolulu - Tausende Einwohner der Inselgruppe Hawaii sind auf der Flucht vor einer Tsunami-Welle. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum warnte vor einer Welle von ein bis zwei Metern. Eine erste sehr kleine Welle ist bereits aufgeschlagen. Der Sprecher des Pazifik-Tsunami-Warnzentrums sagte, die Welle sei mit etwa 30 Zentimetern kleiner als erwartet gewesen. "Wir gehen davon aus, dass weitere Wellen folgen, und das kann sich über Stunden ziehen", sagte Victor Sardina.

Auslöser war ein schweres Erdbeben im Pazifik. Es erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,7. Das Zentrum des Bebens habe auf der Inselgruppe Haida Gwaii etwa 200 Kilometer südwestlich von Prince Rupert in der kanadischen Provinz British Columbia in gut 17 Kilometern Tiefe gelegen.

Honolulus Bürgermeister Peter Carlisle rief im US-Sender CNN alle Bürger der Inselkette auf, ihre Autos zu verlassen. "Wenn möglich, suchen Sie sich ein Gebäude und steigen in die höheren Stockwerke", appellierte Carlisle. Die Situation sei "sehr, sehr gefährlich." Rund 80.000 Menschen seien von der Evakuierungszone der Insel Oahu betroffen. Die erste Welle sei unter Umständen nicht die höchste, warnte der TV-Sender "Hawaii News". Überall auf der Insel ertönten die Sirenen.

Die Tsunami-Warnung galt auch für den Norden Kaliforniens sowie den südlichen Teil des US-Bundesstaates Oregon. Eine erste Tsunami-Welle erreichte dort bereits die Küste. Nach Angaben des Pazifik-Tsunami-Warnzentrums war die Welle lediglich 67 Zentimeter hoch. Sie sei an der Küste bei Arena Cove gemessen worden. Dort sei nach bisherigen Informationen kein Schaden entstanden.

bim/dpa/Reuters/AP



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