Nach Flugstopp wegen Schneefalls Flughafen Istanbul nimmt Betrieb teilweise wieder auf

Räumfahrzeuge auf den Straßen, Flugausfälle am Airport: Die Metropole Istanbul kämpft gegen den Schnee. Fahrzeughalter mussten ihre Autos stehen lassen.
Schneefall führte in Istanbul teils zu Verkehrschaos (Bild vom 24. Januar)

Schneefall führte in Istanbul teils zu Verkehrschaos (Bild vom 24. Januar)

Foto: Ibrahim Oner / imago images/ZUMA Wire

Winterliches Wetter mit Schneefall beeinträchtigt den Flugverkehr in der türkischen Metropole Istanbul weiter. Der größte Flughafen der Stadt hat den Betrieb nach starkem Schneefall zwar teilweise wieder aufgenommen, zahlreiche Flüge fallen aber weiterhin aus.

Überseeflieger seien ab dem Mittag zur Landung zugelassen worden, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft der Nachrichtenagentur dpa sagte. Bis in die Nacht erwarte man aber keinen regulären Betrieb. Eine Landebahn sei frei, man arbeite daran, den Schnee auf zwei weiteren zu räumen.

Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines teilte mit, dass alle Flüge vom Flughafen Istanbul bis Mitternacht gestrichen seien. Vom kleineren Airport Sabiha Gökçen am anderen Ende der Stadt wurden keine weiteren Ausfälle gemeldet.

Weiterer Schneefall erwartet

Der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoğlu teilte auf Twitter mit, die Straßen in der Innenstadt seien wieder befahrbar. Zuvor hatte der Istanbuler Gouverneur Ali Yerlikaya das Benutzen von privaten Fahrzeugen in der Metropole untersagt. Räumfahrzeuge sind im Einsatz, um Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Zahlreiche Menschen mussten laut Medienberichten die Nacht im Auto verbringen.

Auch in den Tourismusgebieten Bodrum und Antalya schneite es. Im Laufe des Dienstags wird laut Wetterbehörde weiterer Schneefall in der Region Istanbul und in Anatolien erwartet.

Schnee auch in Griechenland

Auch Griechenland hat mit einem Wintereinbruch zu kämpfen. Wegen der starken Schneefälle in der Hauptstadt Athen und der Mitte des Landes haben Tausende Autofahrer die Nacht in ihren Wagen auf Autobahnen verbracht. Die meisten Flüge vom Hauptstadtflughafen wurden gestrichen. Das Militär war im Einsatz, um Menschen aus ihren Autos zu holen und in Hotels unterzubringen – am Dienstagmorgen steckten allein im Großraum weiterhin rund 1200 Autos fest, wie griechische Medien berichteten.

Das Chaos auf den Autobahnen des Landes hatte bereits am Montagmittag begonnen, als schlecht ausgestattete Autos und Lastwagen ohne Winterreifen und Schneeketten nicht mehr weiterkamen und dadurch den Räumgeräten den Weg versperrten. In Griechenland gibt es keine Winterreifenpflicht – gerade im Großraum Athen schneit es im Winter normalerweise sehr selten und wenn, dann eher leicht.

Auch in anderen Landesteilen gab es Probleme. Vielerorts stürzten Bäume durch die Schneelast auf Stromleitungen – noch konnte die Elektrizität nicht überall wiederhergestellt werden. Am Dienstag müssen die meisten Unternehmen, Geschäfte und Behörden geschlossen bleiben, ordnete die Regierung an. Ab dem Mittag wird Tauwetter erwartet.

bbr/dpa
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