Provinz Elazig Viele Tote und Hunderte Verletzte bei Erdbeben im Osten der Türkei

In der türkischen Provinz Elazig sind bei einem Erdbeben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Laut Katastrophenschutzbehörde gibt es mehr als 900 Verletzte. Nach zahlreichen Vermissten wird noch gesucht.
Rettungskräfte an einem eingestürzten Gebäude in der Provinz Elazig

Rettungskräfte an einem eingestürzten Gebäude in der Provinz Elazig

Foto: STRINGER/ REUTERS

Bei einem schweren Erdbeben sind im Osten der Türkei mindestens 19 Menschen getötet und mehr als 900 verletzt worden. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad am Samstagmorgen mit. Das Beben habe die Stärke 6,8 gehabt und sei von mehr als hundert kleineren Nachbeben gefolgt worden. Mehrere Gebäude stürzten ein, staatliche Medien berichteten von rund 30 Menschen, die unter den Trümmern verschüttet liegen sollen.

Das Erdbeben hatte sein Zentrum in der Provinz Elazig im Bezirk Sivrice und ereignete sich gegen 21 Uhr Ortszeit. Laut Katastrophenschutz kamen 15 Menschen in Elazig ums Leben, 4 in der Provinz Malatya. Insgesamt seien mindestens 922 Menschen in sieben Provinzen verletzt worden.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, es würden alle Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. In einem Tweet wünschte er den Verletzten schnelle Heilung und den Toten die Gnade Gottes. Außerdem habe er mehrere Minister in die Region entsandt, darunter Gesundheitsminister Fahrettin Koca und Innenminister Süleyman Soylu.

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Aus dem Verteidigungsministerium hieß es, es seien Krisenstellen eingerichtet worden, um Such- und Rettungsmissionen zu unterstützen. Das Militär ließ mitteilen, es stehe bereit, falls seine Hilfe benötigt werde. Die Katastrophenschutzbehörde meldete, sie habe Hunderte Helfer sowie Zelte, Betten und Decken in die Region geschickt.

In sozialen Medien äußerten sich viele Menschen bestürzt, darunter der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und der türkischstämmige Fußballer Mesut Özil. "Meine Gebete sind mit allen, die von dem Erdbeben in der Türkei betroffen sind", schrieb der deutsche Ex-Nationalspieler auf Twitter. Borrell sprach dem türkischen Volk seine Solidarität und den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

Die Metropole Istanbul mit 15 Millionen Einwohnern ist laut Experten besonders bedroht. Bei einem schweren Beben in der Stadt könnte es demnach erneut Zehntausende Tote, Zehntausende Verletzte und gewaltige Sachschäden geben. Im September vergangenen Jahres waren unweit der Stadt zwei Beben der Stärke 4,7 und 5,7 registriert worden.

fek/dpa/AP/Reuters
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