Türkei Mindestens 16 Tote bei Einsturz von Koranschule

Tragödie in der türkischen Stadt Taskent: Mindestens 16 Koranschüler kamen hier beim Einsturz eines Schlafsaals ums Leben. Die Behörden vermuten, dass die Explosion eines Gaskanisters das Unglück verursachte.

Ankara - Laut Angaben von Innenminister Besir Atalay wurden bislang 16 Menschen tot aus den Trümmern des dreistöckigen Gebäudes in der zentraltürkischen Provinz Konya geborgen. Bis zu sechs Kinder würden noch vermisst. Die Zahl der Verletzten gab der Minister mit 27 an.

"In den Schlafräumen breitete sich Gasgeruch aus, und gleich danach gab es eine heftige Explosion", berichtete die 13-jährige Merve Avci, die das Unglück leicht verletzt überlebte. Zwei ihrer Lehrer, die sie auf dem Weg zum Morgengebet getroffen habe, hätten sie wieder nach oben geschickt, bevor sich das Unglück ereignete. "In der Küche hat sich ein Gasschlauch gelöst", habe einer von ihnen gesagt. Danach hätten sie die Tür hinter sich geschlossen.

Das Gebäude sei nach einer einzigen großen Explosion in sich zusammengefallen, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Retter mit Händen und Schaufeln nach Verschütteten suchen. Die Stadt Taskent, in der sich das Wohnheim mit der Koranschule befindet, liegt etwa 200 Kilometer südlich von Ankara.

In dem Schlafsaal hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Morgen zwischen 40 und 50 Schülerinnen im Alter von acht bis 16 Jahren auf. In der am Fuß eines Berges gelegenen Schule wurden Sommerkurse für Mädchen angeboten, die dort auch übernachteten.

Ursache des Unglücks war laut Angaben des örtlichen Bürgermeisters Mehmet Demirgül vermutlich eine Gasexplosion.

ala/AP/dpa/AFP

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