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29. Dezember 2004, 17:54 Uhr

Überblick

Kurzmeldungen zur Flutkatastrophe

+++ Pariser Club berät über Schulden der Katastrophenstaaten +++

[20.40 Uhr] Der Pariser Club der Gläubigerstaaten will im Januar über die Schuldenlage der von der Flutkatastrophe betroffenen Staaten Asiens und Afrikas beraten. Das wurde aus Kreisen der informellen Vereinigung in Paris bekannt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) werde bei der Tagung seine Einschätzung der Lage geben, hieß es. Es sei jedoch nicht unbedingt mit einer schnellen Entscheidung zu Schuldenerlässen zu rechnen. Indonesien und Somalia sind die einzigen der von der Flutwelle betroffenen Staaten, die mit dem Pariser Club bereits Umschuldungsvereinbarungen getroffen haben.

+++ Rotes Kreuz fliegt Trinkwasser-Aufbereitungsanlage nach Sri Lanka +++

[19.45 Uhr] Das Deutsche Rote Kreuz hat am Abend eine Wasseraufbereitungsanlage per Flugzeug nach Sri Lanka geschickt. Die Anlage kann nach DRK-Angaben täglich 120.000 Liter Trinkwasser liefern und damit 15.000 Menschen oder ein komplettes Krankenhaus versorgen. Experten des DRK begleiten den Transport und werden die Anlage in Sri Lanka installieren. Sauberes Wasser gilt als wichtigste Voraussetzung, um Seuchen in den Katastrophengebieten zu verhindern.

+++ Deutschland übernimmt Vorsitz bei der Koordinierung humanitärer Uno-Hilfe +++

[19.35 Uhr] Deutschland wird mit Beginn des neuen Jahres im Rahmen der Uno eine wichtige Aufgabe bei der Koordinierung der Nothilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien übertragen. Wie die deutsche Uno-Mission mitteilte, übernimmt die Bundesrepublik vom 1. Januar an turnusgemäß für ein Jahr den Vorsitz des für die Koordinierung der humanitären Hilfe wohlhabender Staaten zuständigen Gremiums. Vorrangige Aufgabe dieser "Humanitarian Liaison Working Group" (HLWG) ist derzeit die Unterstützung der Nothilfe in Südasien. Vorsitzender aber Januar ist Botschafter Wolfgang Trautwein, der stellvertretende Leiter der deutschen UN-Mission in New York.

+++ Annan beaufsichtigt Uno-Nothilfe +++

[19.05 Uhr] Uno-Generalsekretär Kofi Annan übernimmt persönlich die Aufsicht über alle Nothilfeaktionen der Vereinten Nationen für die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder. Er habe seinen Urlaub abgebrochen und werde am Donnerstag wieder im Uno-Hauptquartier in New York sein, teilte dessen Sprecher Fred Eckhard mit. Der Generalsekretär habe zuvor von seinem Urlaubsort in den USA aus mit den Regierungschefs der betroffenen Länder über die erforderlichen Nothilfemaßnahmen beraten.

+++ Indien baut Tsunami-Frühwarnsystem auf +++

[18.10 Uhr] Indien will nach der verheerenden Flutkatastrophe als erstes der betroffenen Länder ein Tsunami-Frühwarnsystem aufbauen. "Indien wird ein Überwachungssystem einsetzen, das Bewegungen in der Tiefsee registriert. Die so gewonnenen Daten werden dann in Echtzeit per Satellit übertragen", erklärte der indische Wissenschaftsminister Kapil Sibal heute. Das System werde rund 29 Millionen Dollar kosten. Da in der Region bisher kein Warnsystem existiert, waren die bis zu zehn Meter hohen Flutwellen am Sonntag völlig unerwartet über Südasiens Küsten hereingebrochen.

+++ Helmut Kohl bleibt in Sri Lanka +++

[17.50 Uhr] Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) bleibt vorläufig in dem von der Flutkatastrophe stark betroffenen Sri Lanka. Wie sein Berliner Büro mitteilte, möchte Kohl mit der Fortsetzung seines Aufenthaltes ein Zeichen setzen, dass das Land eine Zukunft habe. Er wolle außerdem prüfen, inwieweit er einen Beitrag zur Hilfe leisten könne, insbesondere für Kinder. Kohl befindet sich derzeit in einem Hotel nahe Colombo, das von der Flutkatastrophe ebenfalls teilweise beschädigt wurde. Aus dem Ort Thalpe, in dem er ursprünglich wohnte, war er gestern mit anderen Hotelgästen ausgeflogen worden, da die Straßen zerstört und die Strom- und Wasserleitungen unterbrochen sind.

+++ Thailändische Helfer schlecht ausgerüstet +++

[17.10 Uhr] Thailand hat Probleme bei der Bewältigung der Flutkatastrophe eingeräumt. "Wir haben zu wenig Geräte im Einsatz und eine Suche zu Fuß ist unzureichend", sagte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra. Erst in den kommenden Tagen werde schweres Gerät zum Einsatz kommen und auch Kühlcontainer für die Aufbewahrung der Leichen. Umweltminister Suwitt Khunkitti sagte, es sei ihm peinlich, den ausländischen Rettungsteams zu zeigen, mit was für Geräten seine Männer arbeiten müssten. "Die deutschen und taiwanesischen Teams, die uns hier helfen, haben Kameras oder Sonar, mit denen sie nach Opfern suchen können. Unsere Helfer haben nur ihre Nasen, um üblen Gerüchen nachzugehen."

+++ Rewe-Unternehmen vermissen noch 20 Touristen +++

[16.40 Uhr] Die Rewe-Unternehmen ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg vermissen nach der Seebebenkatastrophe noch 20 Touristen. Zu diesen Reisenden sei noch kein Kontakt zu Stande gekommen, teilte die Rewe-Pauschaltouristik mit, ohne die Orte zu veröffentlichen, an denen sich diese Vermissten aufhielten. Nach den bisher vorliegenden Informationen seien jedoch keine Rewe-Kunden unter den vom Auswärtigen Amt genannten Toten. Insgesamt waren zurzeit der Flutkatastrophe 1600 Touristen mit Rewe-Unternehmen auf den Malediven, in Sri Lanka und in Thailand. Die meisten wurden zurückgeholt. 216 Gäste blieben auf eigenen Wunsch dort.

+++ Phuket: Elefant als Lebensretter +++

[16.33 Uhr] Ein Elefant hat bei der Flutkatastrophe in Thailand offenbar mehreren Kindern das Leben gerettet. Als der Tsunami auf den Küstenstreifen zurollte, habe der Führer des Elefanten mehrere am Strand spielende Kinder auf den Rücken des Tieres gesetzt und so in Sicherheit gebracht, berichtete eine Touristin der britischen Nachrichtenagentur PA. Angeblich war das Tier zur Belustigung der Touristen an den Strand von Phuket gebracht worden.

+++ Kleinstadt in Somalia quasi dem Erdboden gleich +++

[16.20 Uhr] Eine kleine Küstenstadt ist im ostafrikanischen Staat Somalia von der Flutwelle weitgehend zerstört worden. Nach Angaben des Welternährungsprogramms der UN (WFP) mussten alle 5000 Einwohner von Hafun in die Berge oberhalb der Stadt flüchten. "Die Menschen haben nichts mehr. Es sind wohl alle Häuser zerstört, Hütten genauso wie gemauerte Gebäude", sagte WFP-Sprecherin Laura Melo. Ein Hilfskonvoi des WFP konnte Hafun vorerst nicht erreichen, da die Wassermassen die Straßen unpassierbar gemacht haben. Nach Regierungsangaben von gestern sind in Somalia mehr als 100 Menschen bei der Flutkatastrophe ums Leben gekommen.

+++ Rotes Kreuz befürchtet über 100.000 Tote +++

[16.15 Uhr] Die Zahl der Todesopfer der Flutkatastrophe in Südostasien könnte nach Ansicht der Internationalen Föderation vom Roten Kreuz auf über 100.000 steigen. "Es würde mich nicht wundern, wenn wir bei über 100.000 Toten sind, wenn wir sehen, was vor allem auf den Nikobaren- und Andamanen-Inseln passiert ist", sagte Peter Rees, einer der Koordinatoren des Hilfseinsatzes des Roten Kreuzes, am Mittwoch. Die Andamanen- und Nikobaren-Inseln gehören zu Indien, tausende von Menschen werden dort noch vermisst.

+++ George W. Bush: USA sind nicht geizig +++

[16.08 Uhr] US-Präsident George W. Bush will nach der Seebeben-Katastrophe in Südostasien den betroffenen Ländern schnell wieder auf die Beine helfen. Bush kündigte in Crawford/Texas weitere Hilfe über die bislang bereitgestellten 35 Millionen Dollar (25,7 Millionen Euro) hinaus an. Bush verwahrte sich außerdem gegen den Vorwurf, die USA seien bei der Soforthilfe zu geizig.

+++ Bundeskanzler ordnet Trauerbeflaggung an +++

[16.00 Uhr] Wegen der Flutkatastrophe in Südostasien hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Trauerbeflaggung angeordnet. "Mit dem Bundesinnenminister habe ich für die Einrichtungen des Bundes Trauerbeflaggung angeordnet", sagte Schröder.

+++ Indonesien: Zahl der Flutopfer auf über 45.000 gestiegen +++

[15.55 Uhr] Die Zahl der Flutopfer in Indonesien ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 45.266 gestiegen. 1.240 Personen würden noch vermisst. Zuvor hatten die indonesischen Behörden von rund 36.000 Todesopfern gesprochen.

+++ Plünderungen erschweren Hilfe in Sri Lanka +++

[15.15 Uhr] Erste Plünderungen von Lieferwagen erschweren nach Angaben eines Katastrophen-Helfers die Hilfe für die Opfer der Flutwelle in Sri Lanka. "Uns ist gesagt worden, dass Transporte ohne Begleitschutz wohl nicht mehr möglich sind", sagte Benjamin Klaus von der Organisation Help der Nachrichtenagentur Reuters telefonisch aus der Hauptstadt Colombo. Die Bahnverbindungen seien alle unterbrochen. Der Osten des Landes sei auch per Flugzeug nicht erreichbar, da zwei Flughäfen offenbar durch die Flut beschädigt worden seien. "Der Einsatz von Helfern ist im Osten besonders schwierig, da das Küstengebiet an vielen Stellen vermint war", so Klaus. Die Minen seien jetzt losgerissen und an Land gespült.

+++ "Magic Lagoon": Nur 185 der 415 Gäste lebend geborgen +++

[14.50 Uhr] Bis heute sind nach der Flutkatastrophe nur 185 der 415 Gäste des thailändischen Luxushotels "Magic Lagoon" bei Khao Lak lebend geborgen worden. Das teilte der Hotelkonzern Accor in Paris mit. 230 Urlauber sind damit tot oder werden seit der gewaltigen Flutwelle vermisst. 70 Prozent der Hotelgäste waren Deutsche.

+++ Bis zu fünf Millionen Menschen in Lebensgefahr +++

[14.43 Uhr] UN-Angaben zufolge fehlt bis zu fünf Millionen Menschen nach der Flutkatastrophe in Südasien das Notwendigste zum Leben. "Entweder haben sie kein Wasser, oder ihre sanitären Einrichtungen sind unzureichend oder sie haben nichts zu essen", sagte der Chef des Krisenzentrums der Weltgesundheitsorganisation, David Nabarro, in Genf.

+++ Bundeswehr soll in Südasien helfen +++

[14.35 Uhr] Die Bundeswehr wird den vom Erdbeben betroffenen Ländern in Asien Lazarette und Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung auch für längere Zeit zur Verfügung stellen. "Damit verstärken wir die Hilfe, die das THW bereits leistet", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). "Wir werden alle unsere Ressourcen nutzen, um dort hilfreich zu sein", sagte Schröder.

+++ Sri Lanka: Keine Tierkadaver entdeckt +++

[14.25 Uhr] Die Flutkatastrophe in Südasien gibt der Naturschutzbehörde Sri Lankas mit Blick auf die Tierwelt Rätsel auf: Nach den verheerendsten Flutwellen in der jüngsten Geschichte, die in ganz Südasien mindestens 70.000 Menschen in den Tod gerissen hat, ist die Region übersät mit menschlichen Leichen, bislang sind jedoch keine Kadaver wilder Tiere gefunden worden.

+++ Deutschland erhöht Soforthilfe auf 20 Millionen Euro +++

[14.20 Uhr] Deutschland hat seine Hilfe für die Erdbebenopfer in Asien auf 20 Millionen Euro erhöht. "Aus dieser Summe werden auch Maßnahmen nicht staatlicher Organisationen wie des Deutschen Roten Kreuzes in den Katastrophengebieten finanziert", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Darüber hinaus werde Deutschland in der nächsten Sitzung des Pariser Klubs im Januar vorschlagen, Indonesien und Somalia durch ein Schuldenmoratorium zu helfen.

+++ Welthungerhilfe lobt Solidarität unter den Ärmsten +++

[14.11 Uhr] Nach Beobachtung der Welthungerhilfe spenden arme Familien im Norden Sri Lankas großzügig für die Opfer. Angesichts dieser Solidarität unter den Ärmsten sollten auch die Menschen in den reichen Ländern ihre Bereitschaft zum Teilen zeigen, sagte Marion Aberle von der Deutschen Welthungerhilfe DWHH. Eine DWHH-Mitarbeiterin in Sri Lanka sagte, bunt bemalte Lastwagen seien in der Region um Trincomalee unterwegs und sammelten Spenden. Tempel, Kirchen, Moscheen und Schulen seien zu Notunterkünften gemacht worden.

+++ 26 deutsche Flutopfer identifiziert +++

[14.07 Uhr] Nach der Flutkatastrophe in Südostasien werden nach Angaben von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) noch 1000 deutsche Touristen vermisst. Bisher seien 26 deutsche Opfer identifiziert worden, sagte Schröder auf einer Pressekonferenz in Berlin. Es sei zu befürchten, dass man von einer "deutlich dreistelligen Zahl" von Opfern ausgehen müsse. Schröder stellte auch den von der Flut betroffenen Ländern Hilfe in Aussicht.

+++ Weitere Kräfte von THW und BKA in Krisenregion +++

[13.50 Uhr] Im Auftrag der Bundesregierung sind weitere Spezialkräfte in die Krisenregionen geflogen. Ein dreiköpfiges Erkundungsteam des Technischen Hilfswerks sei nach Indonesien aufgebrochen, teilte das Innenministerium mit. Sie seien auf die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung und Infrastruktur spezialisiert, hieß es. Zudem sollen fünf Identifizierungsspezialisten des Bundeskriminalamtes nach Sri Lanka aufbrechen. In Thailand arbeiten bereits 27 Mitarbeiter des Identifizierungskommandos, deren Aufgabe es ist, nach Katastrophen und Unglücksfällen Tote zweifelsfrei zu identifizieren.

+++ Deutschen Reiseveranstaltern fehlen Informationen zu mehr als 200 Gästen +++

[13.23 Uhr] Auch drei Tage nach der Flutkatastrophe in Asien fehlen den Reiseveranstaltern Meier's Weltreisen und Dertour Informationen zu rund 250 Gästen. Von ihnen könnten sich viele selbständig auf den Weg zum Flughafen gemacht und ihren Heimflug bereits angetreten haben, erklärten die Veranstalter. Von den rund 2.100 Gästen, die sich zur Zeit des Seebebens in den betroffenen Regionen aufgehalten haben, wurden bis zum Mittwoch 680 Gäste ausgeflogen.

+++ Tui streicht Flüge nach Phuket und Sri Lanka bis Ende Januar +++

[13.18 Uhr] Der Reiseveranstalter Tui hat alle Flüge nach Phuket und Sri Lanka bis einschließlich 31. Januar abgesagt. Urlauber, die für diesen Zeitraum eine Reise geplant hatten, würden informiert und ihnen werde eine kostenlose Umbuchung in andere Länder angeboten, teilte der Konzern in Hannover mit. Anfang Januar werde die Entscheidung erneut überprüft. Für die Malediven gelte weiterhin, dass alle Reisen bis 31.12.2004 abgesagt wurden.

+++ Uno-Offizieller spricht von bis zu 80.000 Toten in Aceh +++

[13.11 Uhr] Laut Michael Elmquist, dem Leiter des UN-Hilfsprogramms in Indonesien, sind nach "begründeten Schätzungen" allein in der indonesischen Provinz Aceh zwischen 50.000 und 80.000 Menschen durch die Flutwellen ums Leben gekommen. Zudem sei er durch die indonesische Regierung davon informiert worden, dass es in der Küstenstadt Meulaboh 40.000 Opfer gegeben haben könnte. Sollten sich die Befürchtungen des Uno-Vertreters bestätigten, würde die Opferzahl der Naturkatastrophe auf weit über 100.000 steigen.

+++ DRK-Suchdienst meldet hunderte Anrufe +++

[12.51 Uhr] Beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in München sind nach der Flutkatastrophe in Asien bisher rund 600 Anrufe besorgter Angehöriger aus ganz Deutschland eingegangen. "Es ist uferlos - hier klingeln die Telefone heiß", sagte der stellvertretende Leiter des Suchdienstes, Hansjörg Kalcyk, "der Schwerpunkt liegt auf Khao Lak, wo die schlimmsten Bilder herkommen."

+++ Schröder-PK um 14 Uhr +++

[12.45 Uhr] Bundeskanzler Gerhard Schröder, der zur Stunde an einer Sitzung des Krisenstabes im Auswärtigen Amt teilnimmt, will um 14 Uhr gemeinsam mit Außenminister Joschka Fischer vor die Presse treten. Weiterhin wurde bekannt, dass Schröder seinen für Neujahr geplanten Österreich-Besuch wegen der Flutkatastrophe abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben habe.

+++ Welthungerhilfe regt vereinte Benefizaktion an +++

[12.41 Uhr] Die Welthungerhilfe hat alle deutschen Fernsehsender aufgerufen, rasch eine gemeinsame große Benefizsendung zu Gunsten der Opfer des Erdbebens in Asien ins Programm zu nehmen. Die Vorsitzende Ingeborg Schäuble erklärte am Mittwoch in Bonn, sie sei "fest davon überzeugt, dass sich die besten Moderatoren und die bekanntesten Künstler gerne für ein solches Zeichen der Solidarität zur Verfügung stellen werden."

+++ Sat.1 will Betroffenen mit Spendengala helfen +++

[12.30 Uhr] Mit einer live übertragenen Spendengala will der Fernsehsender Sat.1 Geld für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Asien sammeln. Die Sendung am 6. Januar werde von Kai Pflaume moderiert, teilte der Berliner Sender. Gemeinsam mit der "Aktion Deutschland Hilft", einem Bündnis von elf großen Hilfsorganisationen, ruft Sat.1 zu Spenden auf. An Hotlines werden Prominente die Anrufe der Zuschauer entgegennehmen. Auch bei ARD und ZDF werden Benefizsendungen für die Katastrophenopfer geplant, doch stehen Einzelheiten und Termine noch nicht fest.

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