Übergewicht Südafrikanischer Koch verliert Bleiberecht in Neuseeland

130 Kilogramm schwer, ein Body-Mass-Index von 40: Einem Koch aus Südafrika ist in Neuseeland eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung verwehrt worden - wegen seines Übergewichts.


Albert Buitenhuis hat aufgegeben. Dem Koch aus Südafrika wurde wegen seines Übergewichts eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Neuseeland verwehrt, den Kampf mit den Behörden des Inselstaats will er nach mehr als zwei Jahren nicht fortsetzen.

"Unser Visum wurde endgültig verweigert und wir mussten Ende Oktober aufhören zu arbeiten", sagte Buitenhuis der Zeitung "New Zealand Herald". Seine Frau Marthie und er würden daher am Donnerstag nach Pretoria heimfliegen.

Das Paar war 2007 in die neuseeländische Stadt Christchurch ausgewandert. Damals wog Buitenhuis 160 Kilogramm. Die Arbeitsgenehmigungen für ihn und seine Frau wurden problemlos erneuert, doch 2013 wurde ihr Antrag auf eine permanente Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt.

"Bedeutendes Risiko"

Auch wenn Buitenhuis inzwischen immerhin 30 Kilogramm abgenommen hatte, machte die neuseeländische Einwanderungsbehörde INZ geltend, das Übergewicht des Südafrikaners stelle ein "bedeutendes Risiko" für gesundheitliche Komplikationen dar. Bei einer Körpergröße von 1,78 Metern hat der Koch einen Body-Mass-Index von 40.

Letztlich erklärte die INZ laut Buitenhuis nun, sein Arbeitgeber habe nicht ausreichend versucht, die Stelle als Koch mit einem Einheimischen zu besetzen. Der Südafrikaner beklagte, dass er und seine Frau im Zuge des jahrelangen Streits mit der Behörde ihren gesamten Besitz verkauft hätten.

Neuseeland ist nach den USA und Mexiko das Industrieland mit dem höchsten Anteil an Fettleibigen.

wit/AFP



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