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Unwetter in den USA: Gestrandeter Porsche, entwurzelte Bäume

Foto: Brandon Wade/ AP/dpa

Überschwemmungen in den USA Tote, Vermisste und ein Dammbruch nahe Dallas

Nahe der Millionenmetropole Dallas in Texas ist nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen ein Damm gebrochen. Mindestens 31 Tote sind in Mexiko und den USA zu beklagen - die Niederschläge sollen anhalten.

Menschen in Mexiko und im Süden der USA kämpfen mit den Folgen der schweren Unwetter und Überschwemmungen. Wie der Sender CNN meldete, wurde in Texas ein weiterer Toter geborgen - damit stieg die Zahl der Opfer auf insgesamt 31.

Jetzt ist südlich von Dallas ein Damm gebrochen. Der Schutzwall am Padera Lake nahe der Kleinstadt Midlothian gab dem Druck der Fluten nach. Anwohner der Region fürchten um ihre Sicherheit.

Auch im texanischen Houston, der viertgrößten Stadt der USA, standen Straßen unter Wasser, wurden Autos weggespült. Unter den Toten seien viele Fahrer, die sich leichtsinnig in Gefahr begeben hätten, sagte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott. Er rief alle Autobesitzer auf: "Fahren Sie nicht in ansteigende Gewässer. Die dort herrschenden Kräfte sind unvorstellbar." Teilweise seien Flüsse wie Tsunamis angeschwollen.

Der 40-jährige Dutch Small kletterte auf sein Autodach, als das Wasser unvermutet schnell anstieg. Ein Lkw-Fahrer rettete ihn aus seiner misslichen Lage. "Es ging alles so schnell", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. "Diejenigen, die in den Fluten gestorben sind, werden dasselbe gedacht haben wie ich. Ich habe die Gefahr nicht richtig eingeschätzt. Sie waren wie ich."

Wachsam sein, zu Hause bleiben

"Ich fordere die Menschen auf, weiterhin wachsam zu sein und zu beachten, dass heute weiterer Regen erwartet wird", mahnte die Bürgermeisterin von Houston, Annise Parker. Rettungskräfte versuchten, zu den Autos zu gelangen und zu überprüfen, ob sich noch Insassen darin befänden. Viele Menschen seien weiterhin in ihren Häusern eingeschlossen, während das Wasser um sie herum ansteigt.

Laut Parker starben während der Nacht zwei Menschen in Houston aufgrund der Überschwemmungen. Sie rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Die ganze Woche über würden die lebensbedrohlichen Zustände in der Stadt andauern.

Laut einem Bericht der Zeitung "Houston Chronicle" strömten in der Gegend um Houston knapp 400.000 Liter Schmutzwasser aus einer Kläranlage, die durch den Regen beschädigt worden war.

Teile von Texas und Oklahoma wurden zu Katastrophengebieten erklärt. Mit am stärksten betroffen ist die Region Wimberley in Texas. Allein dort wurden 400 Gebäude von den Fluten zerstört, rund 1000 beschädigt.

Südlich der texanischen Großstadt Austin spülten die Wassermassen ein Ferienhaus mit zwölf Menschen hinweg - das Haus prallte laut Polizei später gegen eine Brücke.

Baby-Leiche in Mexiko geborgen

Nach dem Durchzug eines Tornados im Norden Mexikos haben Rettungskräfte die Leiche eines elf Monate alten Babys geborgen. Der Junge sei eines von insgesamt 13 Todesopfern, teilten die Behörden mit. Demnach war das Kind zusammen mit seinen Eltern von dem Wirbelsturm erfasst und fortgeschleudert worden. Weitere 200 Menschen wurden verletzt, als der Wirbelsturm am Montag über den Bundesstaat Coahuila hinwegfegte. Ganze Straßenzüge wurden verwüstet, etwa 750 Häuser beschädigt.

Im nordmexikanischen Ciudad Acuña setzten die Einsatzkräfte die Aufräumarbeiten fort. Mit Baggern, Kränen und Lastwagen räumten sie Schutt beiseite. Präsident Enrique Peña Nieto inspizierte die Aufräumarbeiten. "Ich habe mit den Anwohnern gesprochen und ihnen versprochen, dass wir die Normalität in ihrem Viertel wieder herstellen", sagte der Staatschef.

Im Video: Schwere Überschwemmungen in Texas

SPIEGEL ONLINE
ala/dpa/Reuters
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