Überschwemmungen Land unter auf den Kanaren

Gewitter, überschwemmte Straßen, genervte Urlauber: Auf den Kanarischen Inseln stehen nach heftigen Regengüssen ganze Stadtviertel unter Wasser. Auf Teneriffa führten Erdrutsche zu Straßenblockaden, wurden Autos weggeschwemmt.

dpa

Las Palmas - Auf Gran Canaria waren heute mehrere Straßenzüge in der Hauptstadt Las Palmas überschwemmt. Viele Läden, Wohnungen und Tiefgaragen standen laut Behördenangaben unter Wasser, nachdem bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen waren.

Auf der Nachbarinsel Teneriffa löste das schlimmste Regenunwetter seit mehr als 40 Jahren am Dienstagabend ein Verkehrschaos aus. Im Norden und Westen der Insel kam es zu mehreren Unfällen. Fahrzeuge wurden weggeschwemmt, die Autobahn war stundenlang gesperrt. Mehrere Gebäude in Puerto de la Cruz mussten evakuiert werden. In mehreren Bergdörfern brach Panik aus, weil die Anwohner fürchteten, die riesigen Wassermengen könnten zu Erdrutschen führen. Tatsächlich machten Schlamm- und Geröllmassen viele Straßen unpassierbar.

Menschen kamen den Rettungskräften zufolge nicht zu Schaden, der Sachschaden soll jedoch in Millionenhöhe liegen, hieß es. Noch kann keine Entwarnung für die Region gegeben werden: Dem örtlichen Wetterdienst "Aemet" zufolge könnte das Unwetter in den kommenden Stunden Lanzarote und Fuerteventura erreichen.

ala



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