Uganda 28 Tote in neuem Massengrab gefunden

Die Polizei in Uganda stößt bei ihren Ermittlungen gegen die "Bewegung für die Wiedereinsetzung der Zehn Gebote Gottes" auf immer neue Massengräber. Unter dem Fußboden des Hauses des Sektenanführers fand sie erneut 28 Opfer.


Räumung eines Massengrabes in Uganda
AP

Räumung eines Massengrabes in Uganda

Kampala - "Es sind noch mehr Tote da unten", erklärte ein Polizeisprecher. Bereits am Vortag waren im Garten des Sektenanführers Dominic Kataribabo die Überreste von mindestens 70 Opfern gefunden worden. Die Suche nach möglichen weiteren Leichen soll andauern. Insgesamt werden fünf Grundstücke durchkämmt.

Kataribabo galt als Vertrauter des selbst ernannten "Propheten" Joseph Kibweteere, der auf der Flucht sein soll. Die Behörden schätzen, dass die Weltuntergangs-Sekte bis zu 5000 Mitglieder hatte. Vor knapp zwei Wochen verbrannten in einer Kirche mindestens 535 Menschen, in mehreren Massengräbern wurden inzwischen die Überreste von insgesamt etwa 200 Menschen entdeckt. "Das waren systematische Morde", sagte Polizeisprecher Mugenyi. Die Opfer trügen Spuren von Erdrosselung und Messerstichen. Deshalb bestünde die Sorge, dass noch mehr Tote gefunden werden könnten.



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