Unheimlich: Dieser Dienst erkennt private Handy-Nummern

Dieser Beitrag wurde am 27.01.2017 auf bento.de veröffentlicht.

Jeder bekommt mal einen Anruf oder eine WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer. Der Dienst Opencnam will nun dabei helfen, diese Nummern zu entschlüsseln. Gruseligerweise klappt das relativ gut. Direkt auf der Homepage  kann man Handynummern eintippen – werden Daten dazu gefunden, spuckt sie die Seite aus.

bento hat zehn Nummern getestet, in acht Fällen wurde der richtige Name zugeordnet. In zwei Fällen stand sogar der Wohnort dabei. Was unheimlich war: Einmal wurde nicht der volle Name angezeigt, sondern ein Spitzname. Opencnam muss also die Daten aus einem Handy-Telefonbuch abgefischt haben.

Auch andere Nutzer machten diese Erfahrung:

Woher hat Opencnam die Daten?

Laut eigenen Angaben auf der Website greift der Dienst auf Daten verschiedener Telefonanbieter zurück, die diese bereitstellen. Wenn ein Anbieter keine Namen mit seinen Nummern verknüpft, könne Opencnam sie auch nicht zeigen.

Im bento-Test ging das nicht immer auf: Manche Nutzer von Telefonica/O2 wurden "enttarnt", eine Nummer blieb anonym. Die Technikseite t3n  erklärt sich das so, dass bei manchen Nummern eine entsprechende Option zur Bereitstellung der Information mit dem Mobilfunkbetreiber ausgewählt sein könnte.

Vor allem die Nennung von Spitznamen ist seltsam.

Die können nicht von offiziellen Telefonanbietern stammen. Aber wohlmöglich von App-Anbietern oder anderen Dienstleistern, die auf Handy-Telefonbücher zugreifen dürfen – und ihre Daten später verkauft haben.

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