Unfälle Zwei Menschen von Zügen getötet

Ein 29 Jahre alter Mann ist in einem Bahnhof in Nordrhein-Westfalen von einem vorbeifahrenden ICE mitgerissen und getötet worden. Das Opfer hatte nach Angaben der Polizei zu nah an der Bahnsteigkante gestanden. In Sachsen-Anhalt wurde eine Frau von einem Zug überrollt, als sie ihren Hund retten wollte.


Hürth/Halberstadt - Der Mann hatte im Bahnhof Hürth-Kalscheuren auf seinen Zug gewartet. Durch den Sog der vorbeirasenden Bahn wurde er etwa zehn Meter mitgerissen und so schwer verletzt, dass er noch in der Nacht starb.

Der ICE bremste sofort, kam aber wegen seiner hohen Geschwindigkeit erst nach etwa 1000 Metern zum Stehen. Die Strecke zwischen Köln und Bonn wurde für gut eineinhalb Stunden gesperrt, zahlreiche Züge verspäteten sich.

In Halberstadt kam eine Frau ums Leben, die ihren Hund von den Gleisen holen wollte. Die 41-Jährige war am Morgen mit ihrem Boxer unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Das Tier war nicht angeleint und lief auf die Gleise. Die Frau wollte den Hund retten, konnte sich aber nicht rechtzeitig vor dem herannahenden Personenzug in Sicherheit bringen und wurde überrollt. Auch der Hund wurde getötet.



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