Unglück Deutsche Familie von Lawine getötet

Bei einem Lawinenabgang im österreichischen Tirol sind am Freitag ein deutsches Urlauberpaar und dessen zwei Kinder ums Leben gekommen. Drei Menschen konnten den Schneemassen unverletzt entkommen.


Wien - Die getötete Familie sei aus einem völlig zerstörten Auto geborgen worden, das von der Lawine begraben worden war, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Schneemassen war auf eine Bergstraße in der Nähe des Wintersportorts Obergurgl bei Innsbruck niedergegangen. In mehreren Wintersportorten Österreichs waren Tausende Menschen eingeschlossen, nachdem Straßen wegen Lawinengefahr von den Behörden gesperrt wurden.

Unter den Toten sind nach Polizeiangaben ein zwölfjähriger Junge und ein zehnjähriges Mädchen. An der Unglücksstelle sei der Rettungseinsatz von hundert Helfern mit Suchhunden am Nachmittag beendet worden. Metalldetektoren hätten keinen Hinweis mehr auf weitere verschüttete Fahrzeuge gefunden.

Zwei Lawinen hatten die Straße zuvor bis zu vier Meter hoch mit Schnee bedeckt. Obergurgl liegt rund 50 Kilometer von der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck entfernt. In Tirol und Vorarlberg waren von Urlaubern stark frequentierte Wintersportgebiete wie das Paznauntal von der Außenwelt abgeschnitten. Skifahrer saßen etwa in Galtür, Ischgl und Matun fest. Auf dem Straßenweg nicht mehr erreichbar waren auch Lech und Zürs am Arlberg. Der Autofahrerklub Arbö teilte mit, wegen der anhaltenden starken Schneefälle sei zur Zeit auch eine Versorgung der eingeschlossenen Bewohner und Gäste auf dem Luftweg nur eingeschränkt möglich.



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