Zwischenfall über dem Atlantik Triebwerksprobleme zwingen Boeing zum Umkehren

Technische Probleme an einem Triebwerk haben eine Maschine der United Airlines über dem Atlantik zum Umkehren gezwungen. Auf ihren Bildschirmen konnten die Passagiere mitverfolgen, wie das Flugzeug binnen kurzer Zeit um mehrere tausend Meter sank.
Boeing der United Airlines (Archivbild): Technische Probleme über dem Atlantik

Boeing der United Airlines (Archivbild): Technische Probleme über dem Atlantik

Foto: United

Hamburg - Schrecksekunde auf einem US-Flug nach London: Eine Boeing 757 der United Airlines musste nach Triebwerksproblemen über dem Atlantik umkehren und in Neufundland landen, wie britische Medien berichten. "Wie eine Fähre" bei starkem Wellengang habe die Maschine geschaukelt, sagte Passagierin Lizzie Laming laut einem Bericht des "Mirror".

Auf den Bildschirmen habe sie sehen können, dass die Maschine von 12.000 auf 6000 Meter gesunken war. Mitglieder der Crew seien "die Gänge entlanggerannt", sagte Laming. Die 22-jährige Studentin aus Exeter war eine von 50 Passagieren, außerdem waren neun Besatzungsmitglieder an Bord. Dem US-Nachrichtensender NBC-News zufolge hatte der Pilot die Maschine kontrolliert sinken lassen.

Zwei Stunden dauerte es bis zur Landung auf dem Festland in der kanadischen Provinz Neufundland. Das Flugzeug war um 19.06 Uhr in Washington D.C. gestartet und auf dem Weg nach London-Heathrow.

Laut einem Sprecher von United Airlines konnte es um 2.55 Uhr in St John's landen. Die Passagiere würden auf andere Flüge umgebucht, sagte er. Es habe ein mechanisches Problem mit einer Turbine gegeben, der Pilot habe sie aus Sicherheitsgründen abgeschaltet und Neufundland angesteuert.

Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Meldung wurde der Eindruck erweckt, die Boeing sei nach einem Triebwerksausfall um 6000 Meter unkontrolliert abgesackt. Tatsächlich handelte es sich um ein kontrolliertes Manöver des Piloten. Wir bitten um Entschuldigung.

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