Uno-Beschluss Zwergen-Werfen missachtet die Menschenwürde

Das Uno-Menschenrechtskomitee hat das Zwergen-Werfen als Menschen verachtend verurteilt. Es sei mit dem Schutz der öffentlichen Ordnung und der Menschenwürde unvereinbar.


Genf - Das so genannte Zwergen-Werfen wird in manchen Diskotheken als Attraktion verkauft. In Frankreich sprach das oberste Verwaltungsgericht bereits 1995 ein Verbot des sonderbaren Vergnügens aus - nicht zur Freude aller Kleingewachsenen.

Manuel Wackenheim, seines Zeichens Stuntman, 1,14 Meter groß, passte das Verbot nicht. Beim Menschenrechtskomitee der Uno legte er 1999 eine Beschwerde gegen die in Frankreich geltende Regelung ein. Begründung: Das Verbot hindere ihn daran, seinem Broterwerb nachzugehen.

Doch die Uno-Institution entsprach dem Antrag nicht. Das Verbot sei aus Gründen des Schutzes der öffentlichen Ordnung und der Würde des Menschen gerechtfertigt. Daher sei es nicht diskriminierend diese Attraktion zu verbieten, bei der klein Gewachsene Helm und gepolsterte Kleidung tragen, an der Griffe angebracht sind. Meist versuchen sich Disko- oder Barbesucher im Zwergen-Weitwurf.



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