Unwetter auf Sizilien Retter graben im Schlamm nach Vermissten

In den Vororten der sizilianischen Stadt Messina setzen Rettungskräfte die Suche nach Vermissten fort. Über 20 Menschen waren dort infolge schwerer Unwetter in der Nacht zum Freitag ums Leben gekommen. Die italienische Regierung hat den Ausnahmezustand für die Region ausgerufen.

dpa

Messina - In den von Schlammlawinen verheerten Vororten der sizilianischen Hafenstadt Messina geht die Suche nach mindestens acht Vermissten weiter.

Obwohl Regenfälle die Bergungsarbeiten bei Messina am Samstag behinderten, gruben Rettungsmannschaften in den besonders schwer betroffenen Orten Scaletta und Giamilieri im Süden Messinas im Schlamm nach Opfern.

Heftige Unwetter hatten in der Nacht zum Freitag in mehreren Vororten Messinas Erdrutsche ausgelöst. Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 21 angestiegen. Etwa 80 Menschen wurden durch Unwetter und Schlammlawinen verletzt.

Die 435 Sizilianer, die sich in Giampilieri in eine Grundschule geflüchtet hatten, sind inzwischen in Sicherheit gebracht worden. Sie wurden in einer bis in die Nacht andauernden Evakuierungsaktion auf Hotels und Gasthöfe in Messina verteilt. Der Zivilschutz hatte dafür zunächst einmal eine Verbindungsstraße von den Schlammmassen befreien müssen.

In Messina trat ein Krisenrat der Region zusammen, um die Lage nach den folgenschweren Unwettern zu erörtern. Derweil wurden der Polizei in Scaletta auch Plünderungen gemeldet, wie italienische Medien berichten.

Die Regierung in Rom hatte bereits am Freitag den Ausnahmezustand für die Region ausgerufen.

pad/dpa

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