Unwetter Bis zu sechs Tote in Spanien

Während in Italien die Unwetterspuren langsam beseitigt werden, ist Spanien von schweren Regenfällen heimgesucht worden. Noch immer werden zwei kleine Kinder vermisst.


Ferrara/Tarragona/Murcia - Nach der Flutkatastrophe in der Schweiz und Italien entluden sich am Wochenende schwere Regenunwetter über Spanien. An der Mittelmeerküste des Landes kamen bis zu sechs Menschen ums Leben. Zwei Männer und eine Frau wurden am Sonntag tot geborgen, eine weitere Frau und zwei kleine Kinder wurden vermisst. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens RTVE bestand kaum noch Hoffnung, dass sie lebend geborgen würden.

In Norditalien konnte dagegen Entwarnung gegeben werden. "In der Po-Ebene ist die Angst vorbei", meldete das italienische Fernsehen. In der Schweiz wurden bislang umgerechnet 32,5 Millionen Mark als Spenden für die Flut-Opfer in beiden Ländern gesammelt.

In Montbrio bei Tarragona an der Costa Dorada wurde einer Familie möglicherweise ihre Neugier zum Verhängnis. Ein Ehepaar hatte sich mit dem vierjährigen Sohn sowie einem Bruder des Mannes und einem weiteren neunjährigen Jungen mit einem Geländewagen die imposanten Fluten eines über die Ufer getretenen Sturzbaches ansehen wollen.

Alle fünf wurden von den Wassermassen fortgerissen. Nur der Neunjährige konnte sich in Sicherheit bringen. Die beiden Männer wurden später tot geborgen, die Frau und ihr vierjähriger Sohn blieben vermisst. Nach Angaben der Behörden waren in der Gegend von Tarragona in der Nacht zum Sonntag die schlimmsten Regenunwetter seit 30 Jahren niedergegangen.

In Lorca im Südosten Spaniens wurde eine dreiköpfige Familie in ihrem Wagen von einem über die Ufer getretenen Fluss mitgerissen. Der Mann konnte sich in Sicherheit bringen. Seine Ehefrau wurde tot geborgen, der zwei Jahre alte Sohn galt als vermisst.



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