Unwetter Dauerregen lässt Pegel an vielen Flüssen in Bayern steigen

Viel Regen und starke Gewitter sorgen in Teilen von Bayern für Überschwemmungsgefahr. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern – auch Erdrutsche sind möglich.
Passanten mit Schirm: In Teilen Bayerns können 80 Liter Regen pro Quadatmeter fallen

Passanten mit Schirm: In Teilen Bayerns können 80 Liter Regen pro Quadatmeter fallen

Foto: Peter Kneffel / picture alliance/dpa

Erst regnete es wochenlang zu wenig, jetzt zu viel auf einen Schlag: Der Dauerregen in Bayern hat den Wasserstand vieler Flüsse steigen lassen. Betroffen seien vor allem die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der Bodensee-Zuflüsse sowie das Inn-Gebiet, meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern.

An mittleren und größeren Flüssen hätten die Regenmengen bisher »nur vereinzelt zu Ausuferungen geführt«, hieß es. Wegen der dynamischen Wetterentwicklung seien Hochwasser allerdings schwer vorherzusagen.

Nach Einschätzung von Meteorologen ist die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen nicht gebannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte auch am Samstag vor extrem heftigem Starkregen in Teilen Bayerns. Betroffen sei der äußerste Südosten. Dort könnten bis zu 80 Liter pro Quadratmeter fallen.

In der Nacht zum Samstag hatte es heftig geregnet. Nach Angaben der Polizei vom Morgen gab es aber keine größeren Einsätze. In Niederbayern kam es auf einigen Bundesstraßen zu Aquaplaning. Schwere Verletzungen gab es bei den Unfällen laut Polizei nicht.

Der »unwetterartige Regen« soll sich laut DWD im Laufe des Tages fortsetzen. Bis in den Nachmittag hinein könne es ergiebige Niederschläge mit teils kräftigen Gewittern geben. Am Vormittag galt für mehrere Landkreise in Bayern eine Unwetterwarnung. Die Meteorologen warnten vor überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Flüsse könnten über die Ufer treten, auch Erdrutsche seien möglich.

In den benachbarten Ländern war es bereits am Donnerstag und Freitag zu starken Unwettern gekommen – einige mit tödlichen Folgen. Fünf Menschen starben allein in Österreich in Folge umgestürzter Bäume, mindestens elf weitere wurden verletzt.

mic/dpa
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