Unwetter in Südeuropa Starkregen, Stürme, Schneefälle

Bei einem Unwetter sind in Italien mehrere Menschen gestorben. Auch in Österreich sorgten Regenfälle für Chaos - in Frankreich löste starker Schneefall einen Verkehrskollaps aus.

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In Italien sind mindestens neun Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. In Südtirol wurde am Montagabend ein freiwilliger Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Tote gab es laut Medienberichten unter anderem im Umland von Rom und Neapel.

Wegen der Unwetter wurden in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen. Ankommende Schiffe müssten vor der Küste auf das Ende des Sturmes warten, teilte Regionalpräsident Giovanni Totti in Genua mit.

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Unwetter in Südeuropa: Wind, Starkregen, Überschwemmungen

Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen sich an der Küste der italienischen Riviera. Auch der internationale Flughafen Cristoforo Colombo in Genua war am Dienstagmorgen geschlossen. Alle Flüge seien gestrichen worden, meldete Ansa.

Im Küstenort Rapallo, rund 30 Kilometer südöstlich von Genua, riss der Sturm Luxusjachten aus ihren Vertäuungen und ließ sie aufs Ufer krachen. Mehrere Dutzend Schiffe wurden zerstört, meldete die Zeitung "La Repubblica". In ganz Ligurien waren 22.000 Haushalte ohne Strom.

Im Hafen von Savona westlich von Genua wurde das Auto-Terminal überflutet. Nach einem Kurzschluss in zwei Lagerhallen brach ein Feuer aus. Einige Hundert Autos der Luxusmarke Maserati seien zerstört worden, meldete Ansa.

Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen überzieht seit Tagen weite Teile Italiens. In Venedig war am Montag das Hochwasser auf 156 Zentimeter über dem Meeresspiegel gestiegen, 70 Prozent der Altstadt standen unter Wasser. Am Dienstag besserte sich die Lage dort etwas, die Behörden erwarteten einen Wasserstand von 110 Zentimetern.

In Schlanders in Südtirol kam ein Mädchen verletzt ins Krankenhaus, nachdem es von einem Stein getroffen worden war. Die Bahnstrecke zum Brennerpass war am Dienstagmorgen unterbrochen, die Brennerautobahn nur einspurig befahrbar.

Sturm in Österreich

Auch in Österreich führten ein Sturm und heftige Regenfälle zu erheblichen Problemen. Viele Straßen vor allem im Süden des Landes waren laut Angaben der Behörden wegen umgestürzter Bäume nicht passierbar.

Mehrere Flüsse traten über die Ufer. Der Bahnverkehr auf einzelnen Strecken musste eingestellt werden. In Kärnten waren rund 10.000 Haushalte ohne Strom.

Besonders betroffen war auch Salzburg. Hier wurden laut Feuerwehr Teile des Daches der Festung Hohensalzburg abgedeckt. Im Stadtgebiet stürzten Bäume und Kamine um. Meteorologen erwarteten aber ein schnelles Abflauen des Sturms.

Schneefälle in Frankreich

In Frankreich sorgte heftige Schneefälle für einen Verkehrskollaps. Zeitweise steckten mehr als 800 Autos auf blockierten Regionalstraßen fest, wie die Departements Haute-Loire und Loire mitteilten. Einige Räumfahrzeuge kamen nur schwer durch, weil gestrandete Autofahrer ihre Wagen verlassen und Lastwagenfahrer Fahrverbote für Gebirgsstraßen ignoriert hatten. Auf mehreren Bahnstrecken rund um Lyon war kein Zugverkehr möglich.

195.000 Haushalte haben keinen Strom. Wegen des verfrühten Wintereinbruchs hatten die Behörden zuvor die zweithöchste Warnstufe ausgerufen und Autofahrer aufgefordert, sich nur mit Winterausrüstung auf den Weg zu machen.

Turnhallen wurden in Notunterkünfte verwandelt. Landesweit galt am Dienstagmorgen noch eine Unwetterwarnung für 17 Departements, insbesondere wegen Eis und Schnee.

jpz/dpa



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