Unwetter Sturm fegt über Norddeutschland

Mit Geschwindigkeiten bis zu 137 Kilometern in der Stunde brauste in der Nacht der erste Herbststurm des Jahres über Norddeutschland. Der Sturm deckte Dächer ab und knickte Bäume um. Vielerorts wurden Straßen überflutet.


Hamburg - Trotz der heftigen Böen verlief der Sturm glimpflich, verletzt wurde offenbar niemand. Die Feuerwehr in Hamburg meldete bis zum frühen Morgen 20 Einsätze. In Schleswig-Holstein wurden Polizeiangaben zufolge überwiegend Bäume und Verkehrsschilder durch teils orkanartige Böen umgeweht. In Burg auf Fehmarn (Schleswig-Holstein) wurde das Dach eines Einfamilienhauses vom Sturm vollständig abgedeckt.

Der Sturm erreichte an der Küste und im Oberharz in Böen Orkanstärke. Gegen 5 Uhr wurde auf Sylt die stärkste Böe mit 137 Kilometer pro Stunde gemessen, teilte der Wetterdienst Meteomedia mit. Auf Helgoland wurden Spitzengeschwindigkeiten von 130, im Binnenland bei Flensburg von 119 Stundenkilometern gemessen.

In Dänemark und anderen Teilen Südskandinaviens wurde der Fährverkehr am Morgen zum Teil lahm gelegt. Die Fährverbindung Helsingør-Helsingborg wurde wegen des Sturmes eingestellt. Auch die Fähren zwischen dem schwedischen Ystad und der dänischen Ferieninsel Bornholm fuhren nicht.



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