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12. August 2004, 20:15 Uhr

Unwetter

Sturm in Schwaben, Hagel in Düsseldorf

Heftige Gewitter und starke Regenfälle haben in Teilen Deutschlands für überflutete Straßen und voll gelaufene Keller gesorgt. In Düsseldorf fiel Hagel, in Baden-Württemberg gab es schwere Sturmböen.

Düsseldorfer im Regen: Binnen kurzer Zeit fielen bis zu 30 Liter Niederschlag
DPA

Düsseldorfer im Regen: Binnen kurzer Zeit fielen bis zu 30 Liter Niederschlag

Offenbach - Nordrhein-Westfalen traf es zuerst: Etliche Gewitterzellen zogen im Laufe des Nachmittags von Westen heran, dann entluden sich heftige Gewitter. Örtlich regnete es bis zu 30 Liter pro Quadratmeter, berichtete der Deutsche Wetterdienst in Essen. Über Düsseldorf tobte ein Gewitter mit Hagel und sehr starken Regenfällen. Die Feuerwehr musste zu vier Bränden ausrücken, die durch Blitzschlag ausgelöst worden waren, sagte ein Sprecher. 35 Keller liefen voll, zwei Mal hätten Äste die Oberleitungen der Rheinbahn getroffen. "Damit sind wir aber ganz glimpflich davon gekommen", sagte der Sprecher.

In Essen standen nach sintflutartigen Regenfällen viele Straßen unter Wasser, teilte die Polizei mit. Gullys seien hochgespült worden, Bäume umgefallen. Eine Landstraße an der Ruhr habe wegen umgestürzter Bäume voll gesperrt werden müssen. Nach Angaben der Polizei waren alle Streifenwagen im Einsatz. Verletzt worden sei niemand.

In Baden-Württemberg erreichten die Sturmböen am Nachmittag Geschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometern in der Stunde. Der Bahnverkehr wurde durch abgeknickte Bäume oder Stellwerksstörungen zeitweise behindert. In einigen Haushalten fiel der Strom kurzzeitig aus. Auf dem Bodensee peitschten hohe Wellen.

Ursache der Unwetterlage war eine markante Front des ehemaligen nordatlantischen Hurrikans Alex. Sie ersetzte die bislang vorherrschende schwülwarme Luft durch kühlere Luftmassen.

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