Unwetter über Deutschland Donner, Blitze, Hagel

Heftige Unwetter sind über Brandenburg, Hessen und Sachsen hinweggezogen: Bäume wurden entwurzelt, Keller unter Wasser gesetzt und Dächer abgedeckt. Die Feuerwehr rückte zu Hunderten Einsätzen aus. Im Bahnverkehr kommt es teilweise zu erheblichen Beeinträchtigungen.

DPA

Frankfurt am Main - Besonders betroffen waren Regionen in Brandenburg und Hessen: Starke Unwetter haben in einigen Teilen Deutschlands zu erheblichen Einschränkungen beim Bahn- und Flugverkehr geführt. Durch herabstürzende Äste wurden außerdem mehrere Menschen verletzt. In Sachsen richtete ein heftiger Hagelschauer Schäden an zahlreichen Dächern und Autos an. Auf Thüringens Autobahnen sorgten Gewitterschauer für Aquaplaning.

Das Unwetter über dem Rhein-Main-Gebiet und Südhessen sorgte für Hunderte Feuerwehreinsätze, Bäume wurden entwurzelt, Keller unter Wasser gesetzt und Dächer abgedeckt. An einem Badesee im Kreis Offenbach wurden zwei Jugendliche und ein zweijähriges Kind von einem herabstürzenden Ast getroffen und leicht verletzt. Auf einem Campingplatz in Offenbach-Bürgel stürzte ein Baum auf einen Wohnwagen. Die Besitzerin erlitt eine Platzwunde am Kopf.

In Thüringen kamen Autos auf den Autobahnen bei unangepasster Geschwindigkeit ins Rutschen und landeten in den Leitplanken, wie ein Sprecher der Autobahninspektion Hermsdorfer Kreuz mitteilte. Die meisten Unfälle seien glimpflich ausgegangen. Im Erfurter Ortsteil Hochheim waren die Hagelkörner, die in Blumenrabatten für Schäden sorgten, etwa haselnussgroß.

Weitere Unwetter angekündigt

Am Frankfurter Flughafen musste der Betrieb wegen des starken Sturms immer wieder unterbrochen werden. Die Bodenabfertigung, also das Betanken sowie das Be- und Entladen der Maschinen, wurde für rund 30 Minuten eingestellt. "Das ist bei einem so starken Gewitter mit Wind und Blitzen Routine", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Einige Starts und Landungen verzögerten sich. "Das wird sich aber im Laufe des Abends wieder einspielen", sagte der Sprecher.

Allerdings warnte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach bereits vor weiteren Unwettern mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen, die am Mittwoch zu erwarten seien. Zwischenzeitlich ließen Schauer und Gewitter in der Nacht zum Mittwoch kurz nach, so die Wetterexperten.

Blitzeinschläge, heftige Sturmböen und entwurzelte Bäume führten am Dienstag auf zahlreichen Bahnstrecken zu Behinderungen. Wie die Deutsche Bahn am Abend mitteilte, mussten alle Fernstrecken von und nach Frankfurt am Main sowie der Abschnitt Nürnberg-Leipzig der ICE-Linie München-Berlin gesperrt werden. Der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen war vom Nachmittag an wegen Gebäudeschäden gesperrt.

Auch die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg wurde wegen schwerer Unwetterschäden in Brandenburg teilweise gesperrt. Am frühen Nachmittag hatte nach Bahn-Angaben eine Windhose mehrere große Bäume westlich von Berlin auf die Gleise stürzen lassen. Zehntausende Reisende waren betroffen. Sie seien eineinhalb bis zwei Stunden länger unterwegs gewesen, weil die Fernzüge über Stendal und Magdeburg umgeleitet wurden. Erst am Mittwoch soll die Strecke über Nauen wieder voll in Betrieb gehen.

wit/dpa



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