Unwetter wüten auf Zeltplätzen Frankreich-Urlauber getötet

Gewitter mit heftigen Niederschlägen und Stürme mit Spitzengeschwindigkeiten von beinahe 160 Stundenkilometern haben an der französischen Atlantikküste schwere Verwüstungen angerichtet. Mehrere Menschen - darunter eine elfjährige Deutsche - überlebten die Unwetter nicht. Dutzende wurden verletzt.


Auf dem Campingplatz in Biscarosse starben zwei Urlauber
AP

Auf dem Campingplatz in Biscarosse starben zwei Urlauber

Bordeaux - Die schlimmsten Verwüstungen gab es an der französischen Atlantikküste südlich von Bordeaux. Die Gewitter richteten vor allem auf Zeltplätzen der Region starke Schäden an. Hunderte von Campern mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

In Biscarosse wurden zwei Menschen getötet: eine elfjährige Deutsche und ein Niederländer, der auf einem Campingplatz von einem Baum erschlagen wurde. Bei Royan südlich von La Rochelle wurden auf einem Campingplatz fünf Menschen, darunter zwei Kinder, verletzt, als ein Blitz in einen Baum schlug. Ein Mensch starb bei einem Verkehrsunfall in den Pyrenäen im Hagelsturm des Gewitters. Auf einem Campingplatz bei Angers erlag ein Urlauber während des Unwetters einem Herzinfarkt. Nach Angaben eines Behördensprechers in Paris, wurden insgesamt neun Menschen schwer und 61 leicht verletzt.

Blitz, Hagel und Sturm richteten immense Schäden an
DPA

Blitz, Hagel und Sturm richteten immense Schäden an

Die heftigen Stürme erreichten in der Region an der Atlantikküste Spitzengeschwindigkeiten von 158 Kilometern in der Stunde. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und Bäume reihenweise entwurzelt. Etwa 160.000 Haushalte waren nach den heftigen Gewittern ohne Strom. Die Telefonleitungen vieler Rettungsdienste waren überlastet. Der Zugverkehr war auf der Linie zwischen dem spanisch-französischen Grenzbahnhof Hendaye-Bordeaux zeitweise vollständig unterbrochen.



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