Grillfest-Weltrekord Die Fleischberge von Minas

In Uruguay haben Menschen ein riesiges Barbecue veranstaltet, um ins Guinnessbuch der Rekorde zu kommen - und Grillfreunden im benachbarten Argentinien eins auszuwischen.

AFP

Den Weltrekord als Veranstalter des größten Grillfestes auf diesem Globus halten ab jetzt Menschen in Uruguay. Etwa hundert Köche haben in der Stadt Minas im Süden des Landes 16,5 Tonnen Fleisch gegrillt - und damit etliche tote Tiere auf den Rost gelegt. Für die Glut wurden 60 Tonnen Holz verbrannt, als Beilage gab es vier Tonnen Kartoffelsalat.

Das Riesengrillfest soll nun ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen werden - und das ist vermutlich nicht nur für Vegetarier weltweit ein Grausen, sondern auch für überzeugte Grillfans in Uruguays Nachbarschaft.

Denn den Rekord für das größte Grillfest der Welt hielt bislang Argentinien. In beiden Ländern gilt Grillen als eine Art Nationalsport, und in beiden Ländern beanspruchen die Menschen für sich, das beste Fleisch zu produzieren und die besten Barbecues zu machen.

Kein Wunder, dass einer der beteiligten Köche aus Uruguay sagte, ihm gehe es eigentlich gar nicht darum, im Guinnessbuch der Rekorde erwähnt zu werden: "Das ist nicht für den Guinness-Rekord. Es ist, um gegen die Argentinier zu gewinnen."

Uruguay ist einer der größten Fleischexporteure der Welt. In dem Land mit 3,5 Millionen Bewohnern gibt es dreimal mehr Rinder als Einwohner. Tierschutzorganisationen verurteilen das massenweise Schlachten von Tieren für Grillfestivals wie in Mina.


Anmerkung: In einer früheren Version des Textes hieß es, Zehntausende tote Tiere seien gegrillt worden. Tatsächlich ist die Zahl unbekannt. Wir haben dies korrigiert.

fok/AFP

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