USA Clinton reist ins Brandgebiet

In den USA wüten die schlimmsten Waldbrände seit 50 Jahren. Präsident Bill Clinton will sich nun selbst ein Bild von der katastrophalen Lage machen und unterbricht dafür seinen Urlaub.


Boise - Clinton fliegt von seinem Urlaubsdomizil, der Atlantikinsel Martha´s Vineyard, nach Idaho. Dort wüten die Feuer mit am schlimmsten. Er will mit 500 Marinesoldaten sprechen, die gegen die Flammen kämpfen.

Die Feuer wüten inzwischen in elf Bundesstaaten
AP

Die Feuer wüten inzwischen in elf Bundesstaaten

Am Montagnachmittag mussten in Hamilton (US-Bundesstaat Montana) hunderte von Menschen wegen der Brände ihre Häuser verlassen. Acht Häuser wurden zerstört. Insgesamt lodern 65 Großbrände in elf westlichen Bundesstaaten. Rund 20.000 Feuerwehrleute aus den USA, Mexiko und Kanada sind im Einsatz.

In den am schlimmsten betroffenen Staaten Montana und Idaho können die Brände möglicherweise erst mit den ersten Schneefällen im Oktober gelöscht werden. Das sagte der Chef der Forstbehörde Mike Dombeck. Der stellvertretende US-Landwirtschaftsminister James Lyons befürchtet, dass in einigen Orten in der Nähe der Brände sogar die Trinkwasserqualität leiden wird, wie er im US-Sender CNN sagte.

Beamte der Forstverwaltung rechnen damit, dass bald über 4000 Quadratkilometer verbrannt sind. Mit Sorge beobachteten Wetterexperten immer noch aufziehende Gewitter, die bei trockener Luft nur Blitzschlag, aber keinen Regen bringen. Blitze hatten in den vergangenen Tagen immer wieder neue Feuer in bereits gelöschten Gebieten ausgelöst. Der Westen der USA erlebt derzeit die schlimmsten Feuer seit 50 Jahren.



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