Dieser Elfjährige ist seit mehr als 40 Tagen ohne Eltern in einem US-Auffanglager eingesperrt

"Er freute sich, in die USA zu gehen."
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Dieser Beitrag wurde am 27.07.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Die Eltern des elfjährigen Eduardo stehen vor ihrem Haus in Honduras, sie halten ein Foto von ihrem Sohn in den Händen. Seit Mitte Juni haben sie keinen Kontakt mehr zu ihm. Mutter Evelyn Mayer und Vater Douglas Almendarez sind verzweifelt. Seit Douglas mit seinem Sohn illegal in die USA einreiste und dort inhaftiert wurde, kriegen sie keine Informationen von der zuständigen Regierungsbehörde. Sie wissen nicht wann und ob ihr Sohn nach Hause kommen wird.

Was Vater Douglas besonders belastet ist, dass er bei seiner eigenen Abschiebung noch dachte, seinen Sohn in Honduras wiederzusehen. Als er das Flugzeug bestieg, versicherten Sicherheitsbeamte ihm, das Kind wäre schon zuhause. Nachdem Bilder von inhaftierten Kindern hinter Gitterzäunen an die Öffentlichkeit gelangten, erhöhte sich der Druck auf Donald Trumps Regierung und ihre sogenannte "Null-Toleranz"-Einwanderungspolitik. Zu sehen sind Auffanglager an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Ein Gericht urteilte nun, dass die Trennung der Familien rückgängig gemacht werden müssen.

Dies sorgte zwar für viele emotionale Bilder von Familien, die sich endlich wieder in die Arme schließen konnten. Doch nicht allen erging es so. (bento) Die Regelungen für eine Familienzusammenführung sind schwammig. Warum Eduardo noch nicht wieder bei seiner Familie ist, wissen seine Eltern und seine Schwester nicht. Die Regierung in Honduras hat der Familie zwar Hilfe zugesichert, doch auch sie erhalten keine Informationen aus Texas, wo Eduardo wohl noch immer inhaftiert ist. Wie die Familie ihre Erlebnisse schildert, siehst du oben im Video.

Mit Material von reuters

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