Rettung durch US-Streitkräfte Eltern verteidigen Entscheidung für Segeltörn

Der Segeltörn einer US-Familie endete mit einem Großeinsatz der US-Streitkräfte. Die Eltern hatten einen Notruf wegen ihrer schwer erkrankten einjährigen Tochter abgesetzt. Nun verteidigen sie ihr Vorgehen.
Eric und Charlotte Kaufman mit ihren Töchtern: Rettung auf hoher See

Eric und Charlotte Kaufman mit ihren Töchtern: Rettung auf hoher See

Foto: AP/ Sariah English

San Diego - Die Eltern eines einjährigen Mädchens, das während einer versuchten Weltumsegelung krank wurde und vom US-Militär gerettet werden musste, haben ihr Vorgehen verteidigt. Sie könnten verstehen, dass es Kritik an ihrer Entscheidung für eine solche Reise mit Kindern gebe, teilten Eric und Charlotte Kaufman in einer schriftlichen Stellungnahme mit. "Aber Sie sollten wissen, dass unsere Familie seit sieben Jahren so lebt."

Als sie vor mehr als einem Jahr in See gestochen seien, hätten sie sich wie jede andere Segel-Crew gut vorbereitet. "Das Meer ist eine der größten Naturgewalten", erklärten die Eheleute. "Es hat immer das Potential, diejenigen zu überwältigen, die auf oder in der Nähe von ihm leben."

Die Kaufmans wollten eigentlich mit ihren zwei Kleinkindern auf der elf Meter langen Yacht "Rebel Heart" in die Südsee segeln, am 19. März starteten sie in Mexiko. Doch dann havarierte die "Rebel Heart", die Steuerung funktioniert nicht mehr.

Gleichzeitig erkrankte die einjährige Lyra an Durchfall und hohem Fieber, sie entwickelte einen Ausschlag und reagierte nicht auf die Medikamente, die ihr die Eltern gaben. Schließlich setzten die Kaufmans einen Notruf ab. US-Streitkräfte antworteten mit einer riesigen Rettungsaktion. Die Fregatte U.S.S. "Vandegrift" der Navy rückte mit einer 200 Mann starken Crew und einem Hubschrauber an Deck aus. Doch die Familie war schon zu weit entfernt - schließlich schickte die kalifornische Nationalgarde ein Rettungsflugzeug, das von einer Militärbasis in der Nähe San Franciscos startete.

Dem Mädchen geht es laut Mitteilung wieder besser, über ihre Krankheit wurde nichts weiter bekannt. Die Abenteuerlust der Familie scheint indes ungebrochen. Auch wenn sie nun enttäuscht seien, ihr Zuhause, die "Rebel Heart", zu verlieren: "Wir sind stolz auf unsere Entscheidung und unsere Vorbereitung."

gam/rls/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.