USA Fastfood-Kette fordert Kunden zum Verzicht auf Waffen auf

Die amerikanische Fastfood-Kette Chipotle engagiert sich auf der Seite der Waffengegner. Sie bittet ihre Kunden, die Filialen künftig nur noch ohne Schusswaffen zu betreten.


New York - Nach einer Internetkampagne von Waffengegnern in den USA hat die Fastfood-Kette Chipotle ihre Kunden aufgefordert, die Restaurants nur ohne Schusswaffen zu betreten. Kürzlich hätten Teilnehmer einer Demonstration von Waffenlobbyisten ein Chipotle-Restaurant in Texas mit Sturmgewehren betreten, teilte die auf mexikanisches Essen spezialisierte Kette mit.

Derartige Auftritte würden eine Atmosphäre schaffen, die "für viele unserer Kunden einschüchternd oder ungemütlich ist", heißt es in der Mitteilung. Daher würden die Kunden "respektvoll aufgefordert, keine Schusswaffen in unsere Restaurants mitzubringen, solange sie nicht zum Waffentragen autorisierte Mitglieder der Sicherheitskräfte sind".

Die waffenkritische Organisation Moms Demand Action for Gun Sense in America feierte die Entscheidung. Sie hatte zuvor im Internet die Aktion "Burritos Not Bullets" (Burritos statt Kugeln) gestartet. Das in der Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz ist in den USA ein hoch umstrittenes Thema.

Nach einem Amoklauf im Dezember 2012 in einer Schule der Kleinstadt Newtown hatte US-Präsident Barack Obama eine Verschärfung des Waffenrechts angekündigt. Der Großteil der Reform scheiterte aber im Senat. Widerstand leisteten vor allem die Republikaner, die traditionell der Waffenlobby nahestehen.

wit/AFP



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