USA Hinrichtung wegen angeblicher Liebesaffäre ausgesetzt

Wegen zweifachen Mordes wurde Charles Dean Hood vor 18 Jahren zum Tode verurteilt. Jetzt sollte das Urteil vollstreckt werden - doch Hood erhob erfolgreich Einspruch. Begründung: Er behauptet, während seines Prozesses hätten Richterin und Staatsanwalt eine Affäre gehabt.

Washington - Wegen einer angeblichen Liebesaffäre zwischen Richterin und Staatsanwalt in einem US-Mordprozess ist die Hinrichtung eines verurteilten Doppelmörders vorerst verschoben worden.

Der Verurteilte Charles Dean Hood hatte das vor 18 Jahren gegen ihn verhängte Todesurteil mit der Begründung angefochten, wegen einer Romanze zwischen der Richterin und dem Ankläger sei sein Recht auf einen unparteiischen Richter und einen fairen Prozess verletzt worden.

Ein Gericht in Texas befand am Montag (Ortszeit), Hoods eigentlich für Mittwoch geplante Hinrichtung müsse so lange ausgesetzt werden, bis der Vorwurf geklärt sei. Dazu sollten die beiden Juristen vor Gericht aussagen.

Ursprünglich hatte das Gericht eine Anhörung der beiden Juristen für Freitag angesetzt - zwei Tage nach Hoods Exekutionstermin. Dies hatte einen Aufschrei der Empörung unter Menschenrechtlern ausgelöst.

pad/AFP

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