USA Hunderte flüchten vor Fluten, Schnee und Stürmen

Steigende Flusspegel, schwere Schneestürme und heftige Tornados: Im US-Bundesstaat North Dakota sind Hunderte Menschen auf der Flucht. Dämme drohen zu brechen. Auch im benachbarten Staat Minnesota bahnt sich die Katastrophe an. US-Präsident Obama rief den Notstand aus.


Washington - Schwere Überschwemmungen haben im US-Bundesstaat North Dakota erneut Hunderte Menschen in die Flucht getrieben: Mindestens 150 Häuser in der Nähe der Stadt Fargo im Osten des Staates mussten wegen bedrohlich steigender Flusspegel geräumt werden, meldete der US-Fernsehsender CNN am Freitag.

Zudem sollten 180 Patienten aus zwei Krankenhäusern in andere Kliniken verlegt werden. Am Red River, der durch Fargo fließt, drohten Dämme zu brechen. Der Pegel erreichte einen historischen Höchststand. In anderen Teilen der Vereinigten Staaten machten unterdessen heftige Schneestürme und Tornados den Menschen zu schaffen.

John Iverson watet durch Wassermassen in Oxbow
AFP

John Iverson watet durch Wassermassen in Oxbow

Nachdem US-Präsident Barack Obama North Dakota bereits zum Katastrophengebiet erklärt hatte, rief er am Freitag im benachbarten Staat Minnesota den Notstand aus. Der Red River bildet die Grenze zwischen beiden Bundesstaaten. Helfer schichten seit Tagen entlang des Flusses Millionen von Sandsäcken auf, um die Fluten einzudämmen. Die Evakuierungen waren laut Behörden notwendig geworden, weil ein weiterer Anstieg des Flusspegels durch Schneeschmelze für das Wochenende erwartet wird.

Bereits Mitte der Woche waren entlang des Missouri-River nahe Bismarck, der Hauptstadt von North Dakota, ebenfalls Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden. In dem Fluss hatten sich Eisblöcke gestaut und das Wasser über Dämme steigen lassen. Dort ging der Pegel jedoch inzwischen wieder zurück.

Heftige Schneestürme wüten seit Donnerstag in den US-Bundesstaaten Kansas, Texas und Colorado. In einigen Regionen wurde vor Blizzards in den kommenden Tagen gewarnt. Mancherorts fiel mehr als ein halber Meter Neuschnee, der oft zu Verkehrschaos führte.

Unwetter hatten in der Nacht auf Donnerstag auch den Bundesstaat Mississippi heimgesucht. Eine ganze Serie von Tornados hatte dort mehr als hundert Häuser beschädigt oder zerstört. Mindestens 24 Menschen erlitten Medienberichten zufolge Verletzungen.

jjc/dpa



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