Texas und Louisiana bedroht Hurrikan "Laura" in zweithöchste Kategorie gestuft

Meteorologen haben den Sturm auf Kategorie vier von fünf hochgestuft und erwarten eine lebensbedrohliche Sturmflut und extreme Winde: In Texas und Louisiana bereiten sich Einwohner auf Hurrikan "Laura" vor.
Satellitenbild von "Laura": Extrem gefährlicher Hurrikan

Satellitenbild von "Laura": Extrem gefährlicher Hurrikan

Foto: AFP PHOTO / RAMMB/NOAA

Hurrikan "Laura" befindet sich aktuell über dem Golf von Mexiko - am Mittwochabend (Ortszeit) dürfte er die Golfküste erreichen. Der Sturm wird immer stärker und wurde von US-Meteorologen inzwischen in die Kategorie vier von fünf hochgestuft.

Bisher nähert sich "Laura" der US-Küste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde, wie das Hurrikan-Zentrum NHC mitteilte. Bevor der Sturm die Küste erreicht, könnten es aber mehr als 230 Kilometer pro Stunde werden. 

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Das Hurrikanzentrum hält demnach eine lebensbedrohliche Sturmflut mit großen und gefährlichen Wellen, extreme Winde und Sturzfluten im Osten des Bundesstaates Texas und in Teilen von Louisiana für möglich. Der Sturm sollte der Prognose zufolge am Mittwochabend (Ortszeit) der Küste nahekommen und sich später ins Landesinnere bewegen. Es wird eine Abschwächung des Sturms erwartet, nachdem er auf das Festland getroffen ist.

Auch gut gebaute Häuser könnten schwerbeschädigt werden, hieß es in einem späteren Tweet des NHC. Menschen in den voraussichtlich betroffenen Gebieten sollten sich auf entwurzelte Bäume und mehrere Tage bis Wochen ohne Wasser und Strom einstellen.

Benjamin Schott vom Nationalen Wetterdienst sprach bei einer Pressekonferenz von einer Flutwelle, die nicht zu überleben sei. So habe er sich noch nie ausgedrückt, und er tue es auch nicht gern. Allerdings sei es für die meisten Menschen unvorstellbar, dass sich an manchen Stellen das Wasser in der Höhe von zwei Stockwerken aufbaue - aber genau das werde passieren. Die Flutwelle könne zudem kilometerweit ins Landesinnere eindringen. Einige Gegenden würden nach dem Hurrikan nicht mehr wiederzuerkennen sein.

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"Sie haben nur noch wenige Stunden, um sich vorzubereiten oder zu flüchten", warnte der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, John Bel Edwards, auf Twitter. "Wo auch immer Sie heute Mittag sein werden, dort werden Sie den Sturm überstehen müssen."

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Bereits am Dienstag hatten sich Bewohner tief liegender Gebiete von Texas und Louisiana auf den Wirbelsturm vorbereitet. Menschen hämmerten Spanplatten vor Fenster, stapelten Sandsäcke zum Schutz vor Überschwemmungen oder flohen in höher gelegene Gebiete.

In Louisiana waren die Straßen von New Orleans wie leer gefegt. Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren waren beim Hurrikan "Katrina" 80 Prozent der Stadt überschwemmt worden, mehr als 1800 Menschen kamen ums Leben.

Menschen in Haiti und der Dominikanischen Republik gestorben

Auf "Lauras" Kurs durch die Karibik waren in den vergangenen Tagen mindestens 25 Menschen in Haiti und der Dominikanischen Republik gestorben. Auf Kuba richtete der Sturm schwere Schäden an. Im Golf von Mexiko wurden mehr als hundert Ölförderplattformen sicherheitshalber geräumt.

Die US-Klimabehörde NOAA rechnet damit, dass 2020 ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden könnte. Erwartet werden 19 bis 25 Stürme, von denen sieben bis elf Hurrikans werden könnten, drei bis sechs sogar sehr starke mit Windgeschwindigkeiten von 178 Kilometern pro Stunde und mehr.

In durchschnittlichen Jahren gibt es an der Atlantikküste zwölf Stürme, von denen sich drei zu Hurrikans der Kategorie drei, vier oder fünf entwickeln. Die Wirbelsturmsaison endet Ende November.

kko/dpa
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