USA Mehr als 40 Menschen sterben bei Unwettern

Am Ende des Jahres leiden Millionen Menschen in den USA unter dem Wetter. In einigen Bundesstaaten decken Tornados Häuser ab, anderswo türmen sich Schneeberge.

Spur der Verwüstung: Zerstörte Häuser in Texas
AP/ The Dallas Morning News

Spur der Verwüstung: Zerstörte Häuser in Texas


In den USA sind bei schweren Stürmen und Überschwemmungen seit Mittwoch in sieben Bundesstaaten 41 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete der TV-Sender ABC. In New Mexico wurde der Schneenotstand ausgerufen.

ABC zufolge starben am Samstag in Missouri mindestens sechs Menschen und in Illinois fünf, nachdem heftige Regenfälle Sturzfluten ausgelöst hatten. In Vororten der texanischen Stadt Dallas waren am selben Tag elf Menschen durch Tornados getötet worden. Allein am Sonntag wurden wegen des Wetters in den USA 1500 Flüge gestrichen, etwa die Hälfte davon in Dallas.

Bereits am ersten Weihnachtstag hatten schwere Stürme in den drei südlichen Staaten Mississippi, Tennessee und Arkansas 17 Menschen in den Tod gerissen. Zwei weitere Unwetter-Tote wurden ABC zufolge in Alabama gemeldet.

Tote auch in Südamerika

In New Mexico waren zahlreiche Straßen am Sonntag nach heftigen Schneefällen unpassierbar, mehrere Gemeinden völlig abgeschnitten. Stürme verursachten teilweise mehr als zwei Meter hohe Schneeverwehungen.

Waren die Tornados und der Regen auf ungewöhnlich warme Temperaturen zurückzuführen, brachte eine heranziehende Kaltfront aus Alaska den Winter nach New Mexico.

In Südamerika starben bei schweren Überschwemmungen mindestens zehn Menschen ums Leben. In Paraguay, Argentinien und Uruguay mussten insgesamt rund 160.000 Menschen ihre Häuser verlassen, wie die Behörden mitteilten. Besonders schlimm war die Lage in Paraguay und Brasilien, wo vier Menschen durch umstürzende Bäume erschlagen wurden.

Die Überschwemmungen in Südamerika werden auf das Wetterphänomen El Niño zurückgeführt. Dabei sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik, die Folge sind weltweite Wetterextreme. Erst im November hatten die Vereinten Nationen gewarnt, das diesjährige El-Niño-Phänomen sei das schlimmste seit mehr als 15 Jahren und eines der stärksten seit 1950.

sms/dpa/AFP



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