Bis zu 50 Grad Celsius erwartet Westen der USA bereitet sich auf Rekord-Hitzewelle vor

Die Temperaturen liegen rund zehn Grad über dem saisonalen Durchschnitt: Im Westen der USA bahnt sich eine Rekord-Hitzewelle an. Fast 50 Millionen Menschen sind betroffen. Laut Behörden ist die Wetterlage »gefährlich und tödlich«.
Sonnenuntergang in Los Angeles

Sonnenuntergang in Los Angeles

Foto: FREDERIC J. BROWN / AFP

Dutzende Millionen Menschen im Westen der USA bereiten sich auf eine Rekord-Hitzewelle diese Woche vor. Wie der US-Wetterdienst NWS mitteilte, werden in einigen Regionen bis zu 50 Grad Celsius erwartet.

Die Hitzewelle soll mindestens bis zum Wochenende andauern. Sie erfasst ein Gebiet von Kalifornien bis Wyoming und vom nördlichen Bundesstaat Idaho bis Arizona im Süden. Für fast 50 Millionen Bürger sprachen die Behörden eine Warnung wegen »unmäßiger« Hitze aus.

Die Temperaturen liegen in der betroffenen Region rund zehn Grad Celsius über dem saisonalen Durchschnitt. In Phoenix im Bundesstaat Arizona wurden bereits am Montag Temperaturen von etwa 46 Grad Celsius verzeichnet. Bis zum Ende der Woche könnten Vorhersagen zufolge aber rund 47,5 Grad Celsius erreicht werden. Nachts fallen die Temperaturen auf um die 30 Grad Celsius. Auch in Las Vegas im Nachbarstaat Nevada könnte am Mittwoch mit etwa 47 Grad Celsius der bisherige Hitzerekord von 1940 erreicht werden.

Behörden vor Ort haben unterdessen »Kühlstationen« für Menschen ohne Zugang zu klimatisierten Räumen eingerichtet. Influencer wurden aufgrund ihrer Reichweite in Onlinenetzwerken dazu aufgefordert, über die Gefahren der Hitze für Haustiere aufzuklären. Die aktuellen Temperaturen seien ungewöhnlich, »gefährlich und tödlich«, erklärten die Behörden.

Sie befürchten durch die Hitze ebenfalls lebensgefährliche Waldbrände, die durch die fortdauernde Dürre in der Region verschlimmert werden. Etwa 88 Prozent der betroffenen Regionen, darunter die gesamten Bundesstaaten Kalifornien, Oregon, Utah und Nevada, befinden sich Erhebungen der US-Regierung zufolge in einem Dürrezustand.

Der Westen der USA litt vergangenes Jahr besonders unter Bränden, die durch eine anhaltende Trockenheit aufgrund des Klimawandels ausgelöst wurden. Dutzende Menschen starben, allein in Kalifornien brannte eine Fläche von etwa 17.000 Quadratkilometern.

bam/AFP
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