USA Tornado-Serie fordert Dutzende Tote

Im Mittleren Westen und Süden der USA sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen, als Dutzende Stürme über das Land hinwegfegten. Hunderte Häuser wurden zerstört, Bäume umgeknickt, Autos und Menschen durch die Luft gewirbelt. Die Behörden rechnen mit weiteren Opfern.

Rutherford - Allein in dem besonders schwer betroffenen Bundesstaat Tennessee gab es bisher 23 Tote, darunter ein elf Monate altes Kind und eine vierköpfige Familie. Rettungskräfte suchten in den Trümmern der Häuser nach weiteren Opfern, sagte Gouverneur Phil Bredesen dem Fernsehsender CNN. Er habe Präsident George W. Bush gebeten, für die betroffene Region den Notstand zu erklären.

Weitere Menschen kamen in Missouri und im südlichen Illinois ums Leben. Die Rettungsarbeiten dauerten noch an, wurden aber erschwert, da weite Teile des Gebiets ohne Strom waren. Die Behörden befürchten, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen könnte.

"Jeder, der überlebt hat, hat Glück gehabt", sagte eine Anwohnerin, deren Schwägerin bei dem Sturm starb. "Diese Nacht und dieser Tag waren sehr unwirklich. Ich bin einfach nur fassungslos."

Das Sturm-Warnzentrum in Oklahoma teilte mit, es lägen Berichte über 63 Tornados vor, die in der Region gewütet haben sollen. Angaben des Nationalen Wetterdienstes zufolge gingen in manchen Regionen Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern Durchmesser nieder. Die Stürme waren entstanden, als am Sonntag eine Kaltfront vom Westen auf warm-feuchte Luft im Süden getroffen war.

Tornados sind Wirbelstürme, die durch starke Temperatur- und Druckunterschiede über dem Festland entstehen. Besonders häufig sind diese kurzlebigen lokalen Luftwirbel über dem nordamerikanischen Festland.

ala/reuters/AFP

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