Eis und Schnee in den USA Winterstürme brechen mehr als 2000 Kälterekorde

»Noch nie dagewesenes gefährliches Winterwetter«: Die USA plagen derzeit eisige Temperaturen und Schneestürme. 21 Menschen kamen bisher ums Leben – und das Wetter bleibt vorerst extrem.
Winterliche Szene im US-Bundesstaat Kentucky

Winterliche Szene im US-Bundesstaat Kentucky

Foto: BRYAN WOOLSTON / REUTERS

Florida, Georgia und South Carolina – so überschaubar ist die Liste der US-Bundesstaaten, in denen aktuell KEIN Schnee liegt. 73 Prozent der kontinentalen USA sind laut dem TV-Sender CNN im Moment von Schnee bedeckt . Seit Beginn der Aufzeichnung 2003 hat es einen derartigen Wert noch nicht gegeben. Diese Eckdaten zeigen: Die Vereinigten Staaten haben es derzeit mit einem historischen Wintereinbruch zu tun.

Wie CNN weiter berichtet, sind im Verlauf der zahlreichen Schneestürme und Eisnächte mehr als 2000 Kälterekorde im ganzen Land eingestellt worden. Allein am Dienstag verzeichneten demnach 20 Städte die niedrigsten Temperaturen ihrer Geschichte. Rund 105 Millionen Menschen befinden sich derzeit in Gebieten mit Wintersturm-Warnungen oder zumindest Hinweisen. 21 Menschen sind bisher im ganzen Land ums Leben gekommen.

Besonders hart wurde zuletzt der südliche Bundesstaat Texas getroffen. Dort hatte das Wetter für massive Stromausfälle gesorgt. Die Zahl der Haushalte ohne Elektrizität stieg bis zum Montagabend (Ortszeit) nach Angaben der Website poweroutage.us auf knapp 4,4 Millionen an. In etlichen Häusern und Wohnungen fiel somit die zumeist elektrische Heizung aus.

Auch in Mexiko Hunderttausende ohne Elektrizität

Der Nationale Wetterdienst (NWS) sprach von einem »noch nie dagewesenen und weitreichenden gefährlichen Winterwetter« von einer Küste zur anderen. Im Zentrum des Landes hielt sich dem Wetterdienst zufolge »kalte arktische Luft«. Und nach einer kleinen Verschnaufpause zur Wochenmitte sollen sich die Bedingungen in weiten Teilen des Landes ab Mittwoch oder Donnerstag wieder verschärfen.

DER SPIEGEL

Auch in Mexiko waren in den Bundesstaaten Nuevo León, Chihuahua, Coahuila, Tamaulipas, Durango und Zacatecas am Montag fast fünf Millionen Haushalte zeitweise ohne Strom, wie der staatliche Stromanbieter CFE erklärte. Bei etwa zwei Dritteln der Anschlüsse sei die Versorgung inzwischen wiederhergestellt, hieß es. Das Einfrieren von Pipelines habe zu einer Unterbrechung der Gaszufuhr geführt.

jok