Suchaktion in Utah Vermisste Frau nach fünf Monaten in Canyon entdeckt

Sie soll sich unter anderem von Gras und Moos ernährt haben: In Utah haben Suchkräfte eine Frau in einem Zelt entdeckt. Die 47-Jährige galt seit November als vermisst.

Am Ende war es eher Zufall, der die Mannschaft ans Ziel führte. Beim Versuch, eine abgestürzte Drohne zu bergen, stießen die Helfer auf ein Zelt. Darin befand sich die Frau, die sie in der Wildnis Utahs suchten.

Der Fall ist besonders wegen des Zeitraums der Suchaktion bemerkenswert. Wie unter anderem der britische »Guardian« berichtet , war die 47-Jährige im November 2020 zum letzten Mal gesehen worden. Ihr Auto stand damals am Parkplatz vor einem Wanderweg. Über den Winter gab es offenbar kein Lebenszeichen. Am Sonntag dann stießen die Helfer auf ihr Lager im Diamond Fork Canyon, rund 80 Kilometer südöstlich von Salt Lake City.

Als sich die Suchkräfte dem Zelt näherten, sei die Frau herausgekommen, hieß es laut der Zeitung. »Wir glauben jetzt, dass sie sich bewusst seit November 2020 in dem Gebiet aufgehalten hat«, so eine Stellungnahme der Polizei : »Sie hatte ein wenig Nahrung bei sich und erklärte, dass sie sich auch von Gras und Moos ernährt habe. Wasser war wegen eines nahe gelegenen Flusses kein Problem.«

Dem lokalen Fernsehsender KSL-TV sagte Polizist Spencer Cannon: »Mal abgesehen von der Tatsache, dass sie überlebt hat, ist es ein hartes Leben da draußen. Wir sind sehr froh, dass wir Kontakt herstellen konnten.« Die Frau schien sich laut Polizei freiwillig in der Wildnis aufzuhalten, während sie für die Außenwelt als vermisst galt.

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Abgesehen von allgemeiner Schwäche und Unterernährung habe man keine körperlichen Folgen der langen Zeit in der Wildnis feststellen können, so die Behörden. Die Frau wurde trotzdem zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Ein Gesetz hat die Frau nicht gebrochen

Im Rahmen der Suche und Ermittlungen sei man zu der Vermutung gekommen, dass sie unter psychischen Problemen leiden könnte. Der erste Kontakt nach ihrer Entdeckung habe diesen Verdacht noch verstärkt.

Die meisten Menschen würden kaum unter vergleichbaren Bedingungen leben wollen, hieß es in der Mitteilung des Utah Country Sheriff’s Office weiter. Es sei dem Büro aber wichtig zu betonen, dass die Frau gegen kein Gesetz verstoßen habe.

jok
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