Vandalismus Philadelphia verhängt Ausgangssperre gegen Jugendliche

In Philadelphia kam es zuletzt häufig zu Randale und gewalttätigen Übergriffen von Jugendbanden. Darauf hat die Stadt mit einer drastischen Maßnahme reagiert: Es gibt ab sofort eine Ausgangssperre für Teenager.

Flashmob in Philadelphia (im März 2010): Bürgermeister gibt Ausgangssperre bekannt
AP/ The Philadelphia Inquirer

Flashmob in Philadelphia (im März 2010): Bürgermeister gibt Ausgangssperre bekannt


Philadelphia - Im Kampf gegen Vandalismus und Gewalt von Jugendlichen hat die Stadt Philadelphia eine nächtliche Ausgangssperre für Teenager verhängt. Ab Freitag dürfen Jugendliche unter 18 Jahren freitag- und samstagnachts ab 21 Uhr nicht mehr vor die Tür. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit.

Die nächtliche Ausgangssperre gilt für die Innenstadt sowie das Universitätsviertel. In anderen Stadtteilen müssen Jugendliche unter 13 Jahren Wochentags ab 22 Uhr zu Hause bleiben, Teenager unter 18 Jahren dürfen ab Mitternacht nicht mehr raus.

"Ich möchte Eltern und Erziehungsberechtigte ermuntern, wachsam zu sein und an diesem Wochenende nach ihren Kindern zu sehen", sagte Bürgermeister Michael Nutter laut CNN. Es sei die Aufgabe der Eltern, die Kinder zu kontrollieren, nicht die Aufgabe der Regierung.

In Philadelphia war es zuletzt häufig zu Randale und gewalttätigen Übergriffen von Jugendbanden gekommen - auch im Stadtzentrum.

Jugendliche, die gegen die Ausgangssperre verstoßen, müssen zwischen 100 und 300 Dollar (70 bis 211 Euro) Bußgeld zahlen. Ihre Eltern werden zunächst verwarnt und müssen im Wiederholungsfall mit Bußgeldern von bis zu 500 Dollar rechnen.

hut/AFP



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