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25. Oktober 2016, 15:29 Uhr

Vatikan

Asche verstorbener Katholiken darf nicht verstreut werden

Die Asche Verstorbener muss nach einer neuen Weisung des Vatikans "an einem heiligen Ort" die letzte Ruhe finden. Die Asche darf demnach nicht im Freien verstreut werden.

Die Asche katholischer Verstorbener darf nicht verstreut oder aufgehoben werden. Dies geht aus einer neu veröffentlichten Anweisung der vatikanischen Glaubenskongregation hervor. Im Fall einer Feuerbestattung müsse sichergestellt werden, dass die Überreste des Toten "an einem heiligen Ort die letzte Ruhe finden", sagte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller. Dazu gehörten ein Friedhof, eine Kirche oder ein anderer autorisierter Andachtsort

Nur so sei gewährleistet, dass der Verstorbene nicht vom Andenken ausgeschlossen, vergessen oder respektlos behandelt werde. Entsprechend "ist es nicht erlaubt, die Asche des gläubig Verstorbenen in der Luft, an Land, auf See oder in irgendeinem anderen Weg zu verstreuen; auch darf sie nicht in Andenken, Schmuckstücken oder anderen Objekten aufbewahrt werden".

Die katholische Kirche ließ die gegenüber dem Sargbegräbnis günstigere und umweltfreundlichere Bestattungsform der Einäscherung erst im Jahr 1963 zu. Zuvor hatte sie diese als heidnische Praxis abgelehnt, die dem Kernglauben der Auferstehung widerspreche.

Der "ältesten christlichen Tradition entsprechend" empfehle die Kirche jedoch weiterhin, dass Tote beerdigt würden, so Müller. Wer öffentlich seine spätere Einäscherung und Verstreuung der Asche "aus dem christlichen Glauben entgegenstehenden Gründen" verlange, müsse damit rechnen, dass ihm eine katholische Bestattung verweigert werde.

asa/dpa

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