Coronavirus Leibarzt des Papstes stirbt an Covid-19

Weihnachten wurde Fabrizio Soccorsi wegen Krebs in eine Klinik eingeliefert; nun starb der Leibarzt des Papstes nach einer Covid-19-Erkrankung. Der 84-jährige Pontifex will sich baldmöglichst impfen lassen.
Papst Franziskus: »Man muss sich heute impfen lassen«

Papst Franziskus: »Man muss sich heute impfen lassen«

Foto: Tiziana Fabi / dpa

Der persönliche Arzt von Papst Franziskus, Fabrizio Soccorsi, ist an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie die Vatikan-Zeitung »L'Osservatore Romano« berichtete, starb der 78-Jährige nach »Komplikationen« durch eine Covid-19-Erkrankung. Soccorsi war am 2. Weihnachtstag aufgrund einer Krebserkrankung in das römische Universitätsklinikum Gemelli eingeliefert worden.

Papst Franziskus hatte den Italiener Soccorsi 2015 zu seinem persönlichen Arzt erkoren. Wann die beiden Männer einander letztmals getroffen haben und ob der Pontifex sich theoretisch infiziert haben könnte, ist unklar.

Pontifex greift Impfverweigerer an

Das Oberhaupt der katholischen Kirche forderte unterdessen alle Menschen auf, sich impfen zu lassen. Ohne Impfung spiele man nicht nur mit seinem Leben, sondern auch mit dem Leben anderer, sagte der Papst in einem für Sonntagabend zur Ausstrahlung geplanten Interview mit dem Fernsehsender Tg5, das der Deutschen Presse-Agentur in Teilen vorab vorlag.

Er selbst werde sich bald im Vatikan gegen das Coronavirus impfen lassen, verkündete der 84-Jährige. »In der kommenden Woche werden wir anfangen, das hier zu machen, und ich bin auch dafür vorgemerkt.« In seiner Kindheit hätten viele Kinder durch die von Viren ausgelöste Krankheit Polio Lähmungen davon getragen, erzählte der Argentinier. Damals hätten die Menschen einen Impfstoff herbeigesehnt.

»Ich verstehe nicht, warum manche sagen: Nein, der Impfstoff ist gefährlich«, sagte der Pontifex. »Es gibt da eine selbstmörderische Verweigerung, die ich nicht erklären kann. Aber man muss sich heute impfen lassen.«

clh/dpa
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