Rekordversuch in Venedig Drei Menschen sterben bei Unfall mit Rennboot

In Venedig sind drei Menschen bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen. Der italienische Fahrer wollte gemeinsam mit zwei Briten in einer neuen Rekordzeit von Monte Carlo in die Touristenstadt reisen.

Ein Abend im September in Venedig (Symbolbild)
AFP/Ludovic Marin

Ein Abend im September in Venedig (Symbolbild)


Ein Rekordversuch mit einem Rennboot hat für drei Menschen vor der Küste Venedigs ein tödliches Ende genommen. Ihr Boot raste am Dienstagabend nahe eines Hafens gegen Klippen, wie die italienische Feuerwehr twitterte. Drei Leichen seien aus der unter Wasser liegenden Kabine geborgen worden, ein weiterer Mensch sei über Bord gegangen und dabei verletzt worden.

Laut Nachrichtenagentur Ansa war eines der Opfer ein italienischer Rennbootkonstrukteur und -fahrer, der versucht habe, einen Geschwindigkeitsrekord von Monte Carlo nach Venedig aufzustellen. Bei den beiden anderen Opfern handele es sich um britische Piloten.

Das Rennboot könne Geschwindigkeiten bis 130 Stundenkilometer erreichen. Es sei am Montagmorgen in Monte Carlo gestartet und kurz vor der Ziellinie verunglückt. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro sprach von einem "unerklärlichen" Vorfall.

Schiffe immer wieder Streitthema

Die zahlreichen Schiffe in Venedigs Lagune sind immer wieder ein Streitthema. Oft ereignen sich Unglücke mit Booten. So kamen letztes Jahr zwei Menschen bei einem Zusammenstoß eines Fischerbootes mit einem Motorboot ums Leben. Kurz danach starb ein Mensch bei starkem Wellengang. 2013 kam ein deutscher Tourist um, nachdem seine Gondel mit einem Wasserbus zusammengestoßen war.

Kritikern sind zu viele Schiffe unterwegs: Neben den Wasserbussen sind es unter anderem Wassertaxis, Gondeln und Motorboote.

Darüber hinaus wird seit Jahren über die Kreuzfahrtschiffe gestritten, die durch die Lagune fahren. Zuletzt hatte ein riesiger Kreuzer ein Ausflugsboot an einem Anlegeplatz gerammt. Dabei gab es keine Verletzten.

bam/dpa

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