Venezuela Flugzeug mit 160 Menschen an Bord abgestürzt

In Venezuela ist ein Passagierflugzeug mit 160 Insassen abgestürzt. Dies teilte die Luftfahrtbehörde in Caracas mit. Über die Zahl der Toten und Verletzten ist noch nichts bekannt, Rettungsmannschaften befinden sich auf dem Weg zum Unglücksort.


McDonnell Douglas MD 80: Das Unglücksflugzeug war eine Maschine dieses Typs
REUTERS

McDonnell Douglas MD 80: Das Unglücksflugzeug war eine Maschine dieses Typs

Caracas - Die McDonnell Douglas der kolumbianischen West Caribbean Airways sei auf dem Weg von Panama nach Martinique gewesen, als der Pilot dem Flughafen Caracas Probleme mit den Triebwerken gemeldet habe, sagte der Präsident des nationalen Luftfahrtinstituts, Francisco Paz. Zehn Minuten später sei die Funkverbindung zu dem Flieger abgerissen.

Das Flugzeug sei zwischen 3.30 Uhr und 3.45 Uhr Ortszeit (1.30 Uhr und 1.45 Uhr MESZ) in der Sierra de Perijá in der Nähe des Ortes Machiques am Boden zerschellt, erklärte Innenminister Jesse Chacón im venezolanischen Fernsehen. Der Absturzort liege zwischen zwei großen Haciendas mit den Namen La Cucharita und La Negra. "Bewohner der Region sagten, sie hätten eine Explosion gehört", sagte Luftfahrtsprecher Paz. Rettungsmannschaften befänden sich mit Flugzeugen auf dem Weg zur Unglücksstelle, würden aber durch schlechte Witterungsbedingungen in der Region behindert.

Die Maschine war offenbar für Touristen gechartert worden, und hatte 152 Passagiere an Bord, erklärte Paz. Die Besatzung bestand aus acht Menschen.

Die kolumbianische Fluggesellschaft West Caribbean Airways nahm ihren Betrieb im Jahr 1998 auf. Erst am 26. März dieses Jahres war ein zweimotoriges Flugzeug der Gesellschaft während des Starts auf der kolumbianischen Insel Old Providence verunglückt. Acht Menschen kamen dabei ums Leben, sechs wurden verletzt.



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