Verbrechen Zehnjährige sexuell missbraucht und in Schacht versenkt

Ein zehnjähriges Mädchen ist am Karfreitag im niederrheinischen Goch sexuell misshandelt und anschließend in einem Schacht lebendig begraben worden.


Goch - Erst nach einer groß angelegten Suchaktion der Polizei konnte das stark unterkühlte Kind am Ostersamstag in seinem mit einer schweren Betonplatte verschlossenen Verlies entdeckt werden, wie Oberstaatsanwalt Reinhard Vogel am Dienstag in Kleve berichtete.

Inzwischen sei ein 44-jähriger Mann aus Goch unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden, berichtete der Oberstaatsanwalt. Gegen den Mann erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes, sexueller Handlungen an einem Kind und Körperverletzung.

Die Zehnjährige war in den späten Abendstunden des Karfreitags als vermisst gemeldet worden. Die Polizei leitete daraufhin sofort intensive Ermittlungen ein. Doch erst am Samstagvormittag stießen die Fahnder auf dem Gelände eines Hartsteinwerks in Goch auf den Roller des Mädchens. Bei der Überprüfung des Geländes entdeckte die Polizei dann in einem alten Kellerschacht das auf Grund der kalten Nachttemperaturen stark unterkühlte Kind. Der Einstieg zu dem Schacht war mit einer schweren Betonplatte versperrt worden, die das Kind nicht selbst bewegen konnte.

Das unter einem Schock stehende Mädchen, das mehrere Blutergüsse und Schürfwunden aufwies, wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Es bestehe keine Lebensgefahr, betonte der Oberstaatsanwalt. Nach der Befragung des Kindes und weiterer Ermittlungen verhaftete die Behörde den 44-Jährigen.



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