Trotz Blaulicht Rettungswagen mehrfach ausgebremst - Ermittlungen wegen Nötigung

Ein Lieferwagenfahrer hat auf der A43 einen Rettungseinsatz gleich mehrere Male gefährdet. Dem noch unbekannten Fahrer droht jetzt ein Verfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr.

Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild)
Boris Roessler/DPA

Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild)


Vermutlich mit voller Absicht hat der Fahrer eines Lieferwagens auf einer Autobahn im Münsterland einen mit Blaulicht fahrenden Rettungswagen gleich mehrfach ausgebremst. Der Rettungswagen aus Nottuln war wegen eines Notfalls in Dülmen auf die A43 gefahren, um schnell zum Einsatzort zu kommen.

Kurz darauf habe der Kastenwagen den Rettungswagen auf der linken Spur nicht vorbeigelassen, obwohl der Fahrer zu Blaulicht und Martinshorn auch noch die Lichthupe betätigt habe. Der Kastenwagen sei sogar noch langsamer geworden, berichtete die Kreispolizei Coesfeld.

Ermittlungen wegen Nötigung

Kurz vor einer Ausfahrt zog der Kastenwagen dann doch noch auf die rechte Spur. Als der Rettungswagen überholen wollte, fuhr der weiße Lieferwagen unvermittelt wieder nach links. Dabei sei der Fahrer zu einer scharfen Bremsung gezwungen worden.

Schließlich habe er die Ausfahrt nehmen können, um zum Einsatzort zu gelangen. Ein Rettungsassistent habe sich das Kennzeichen notiert. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen den noch unbekannten Fahrer wegen Nötigung im Straßenverkehr ein.

mfu/dpa



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