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10. Juni 2014, 09:24 Uhr

Rettung bis Ende der Woche möglich

Höhlenforscher geht es besser als angenommen

Der Zustand des in 1000 Metern Tiefe eingeschlossenen Höhlenforschers ist offenbar besser als befürchtet. Der 52-Jährige ist laut Bergwacht dauerhaft ansprechbar. Er soll bis Ende der Woche in fünf Etappen nach oben gebracht werden.

Marktschellenberg - Der Zustand des Höhlenforschers, der seit Sonntag verletzt in einer Höhle in den Berchtesgadener Alpen liegt, ist wohl besser als zunächst gedacht. Der 52-jährige Stuttgarter sei dauerhaft ansprechbar und in der Lage, kurze Zeit zu stehen, sagte ein Sprecher der Bergwacht Chiemgau. Zuvor waren die Helfer davon ausgegangen, dass der Mann nur liegend transportiert werden könne.

Der Verletzte soll nun bis Ende der Woche gerettet werden. Laut Bergwacht gehen die Helfer von ungefähr drei bis fünf Tagen für die Aktion aus. Der Mann soll etappenweise zu den fünf Biwakstationen gebracht werden, die in der Riesending-Schachthöhle auf dem Weg nach oben eingerichtet sind.

In der Nacht zum Dienstag waren die ersten Helferteams aus der Höhle zurückgekehrt, dabei lieferten sie weitere Informationen zum Zustand des Verletzten. Demnach erlitt er bei einem Steinschlag eine blutende Kopfverletzung. Ein Expertenteam aus der Schweiz, das seit Montagabend in der Riesending-Schachthöhle unterwegs ist, soll in den nächsten Stunden bei dem Mann ankommen.

Der Höhlenforscher war in der Nacht zum Sonntag mit zwei Begleitern rund tausend Meter unter der Erdoberfläche in der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands unterwegs gewesen, als der Unfall passierte.

rls/dpa

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